Die Kassen klingeln immer noch

Neunkirchen. Im Saarpark-Center und in den Geschäften der Innenstadt herrscht derzeit reges Treiben. Alles strömt in die Stadt, die Parkhäuser sind proppenvoll. Denn unter dem Weihnachtsbaum lagen vielerorts Gutscheine und Bargeld - beides gilt es nun umzusetzen. Gleichzeitig werden auch ungeliebte Geschenke umgetauscht

Neunkirchen. Im Saarpark-Center und in den Geschäften der Innenstadt herrscht derzeit reges Treiben. Alles strömt in die Stadt, die Parkhäuser sind proppenvoll. Denn unter dem Weihnachtsbaum lagen vielerorts Gutscheine und Bargeld - beides gilt es nun umzusetzen. Gleichzeitig werden auch ungeliebte Geschenke umgetauscht. Die SZ hat sich in einer Umfrage in den Läden umgehört, wie es aussieht mit dem Umsatz nach den Feiertagen.Filialleiter Olaf Posch von C&A kann nicht klagen. Durch mehrere Rabattaktionen zum 100-jährigen Jubiläum der Geschäftskette seien mehr Kunden gekommen, als in vergangenen Jahren. Daniel Hubert aus Bierbach kaufte sich von seinem Weihnachtsgeld ein Hemd. "Ich bin absichtlich erst nach Weihnachten hergekommen und habe mir ein Hemd gekauft, das auf Anhieb gepasst hat", erklärt er.

Während sich die mit Geld Beschenkten nach den Feiertagen ganz nach eigenem Geschmack und Vorliebe Kleider und Ähnliches aussuchen können, bleibt für andere nur der Umtausch. Entweder gefielen die Präsente nicht oder der Schenker hatte sich schlichtweg in der Größe vertan. Der Umtausch floriert derzeit auch im neuen Sportgeschäft Decathlon, wie Filialleiter Markus Weber berichtet: "Am häufigsten wird bei uns Kleidung umgetauscht, da viele die Kleidergröße falsch einschätzen und die T-Shirts und Pullover später nicht passen."

Auch bei Adler auf der Bliespromenade kommen die Kunden, um Kleidungsstücke umzutauschen. "Viele Leute kaufen vor Weihnachten ungezielt und hektisch ein, damit sie etwas zum Verschenken haben", weiß Verkäuferin Valmira Gusturanaj.

Was als Weihnachtspräsent scheinbar überwiegend gut ankam, war Schmuck. Dieser wurde nur selten umgetauscht, wie Anne Liesfeld, Inhaberin der Schmuckoase auf dem Lübbener Platz, sagt: "Bei mir wurde kaum etwas umgetauscht. Ich berate die Kunden vorab bei Form und Größe des Schmucks."

Was für Frauen funkelnde Ketten, ist für Kinder das Spielzeug. Und auch bei den Kleinen scheinen die Geschenke gut angekommen zu sein. Regina Oberle, Verkäuferin bei idee + spiel, hatte bisher noch keinen Umtausch zu verzeichnen. Sie führt dies zum einen auf Beratung, zum anderen auch auf die Angst der Kunden zurück. "Viele schrecken vor einem Umtausch zurück, da sie kein Geld zurückbekommen." In dem Spielwarenladen gebe es lediglich einen Gutschein bei Umtausch.

Unter den Einkaufsbummlern traf die SZ auch Menschen an, die sich, um Stress zu vermeiden, erst nach Weihnachten ins Kaufgetümmel gestürzt haben. So bestellten sich Louisa Bender und Florian Giese aus Bildstock bereits vor Weihnachten eine Kaffeemaschine und holten sie jetzt im Promarkt ab. Wie bei so vielen, wurde auch in ihrem Fall das Weihnachtsgeld dafür eingesetzt. deh