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Die Hasenthalbrücke ist wieder offen

Kreis Neunkirchen. spe/red

Nach einer Sperrung von zwei Jahren und fast fünf Monaten ist die Hasenthalbrücke über die A 8 am Freitagmorgen wieder geöffnet worden. Die Mitteilung kam vom zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr in Saarbrücken.

Die Brücke war 2012 gesperrt worden, nachdem Unbekannte drei Mal einen Gullydeckel auf die Autobahn geworfen hatten. Zwar blieb es damals bei Sachschäden, aber es bestand nach Einschätzung der Polizei eine erhebliche Gefahrensituation, zumal es sich in den drei Fällen nach allen Indizien um den oder die gleichen Täter handelte.

In enger Kooperation hatten Polizei , Straßenbauverwaltung und Stadt Neunkirchen an einem Sicherheitskonzept für die Brücke gearbeitet. Dazu gehören laut Ministeriums die Beleuchtung des Übergangs bei Nacht und eine Geschwindigkeitsbegrenzung unterhalb der Brücke ebenso wie die Installation einer Videoüberwachung. Das Unabhängige Datenschutzzentrum des Saarlandes wurde beteiligt.

Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann : "Wie an jeder Brücke ist eine hundertprozentige Abwehr aller Gefahren nicht möglich. Mit den gewählten Maßnahmen wird aber zu vertretbaren Kosten die größtmögliche Sicherheit geschaffen, dem berechtigten Bedürfnis der Anwohner nach Nutzung des angrenzenden Naherholungsgebietes Rechnung getragen und die dauerhafte Schließung der Brücke vermieden. Datenschutz und Datensicherheit sind ein hohes Gut und werden in dem Konzept umfassend berücksichtigt."

Für das Landespolizeipräsidium betonte Gerald Stock, Leiter der Direktion LPP 1 (Gefahrenabwehr/Einsatz), dass die Videoüberwachungsanlage und die Beleuchtungseinrichtung auf der Hasenthalbrücke nur der sichtbare Teil des Gesamtkonzepts sind, mit dem zukünftige Taten verhindert werden sollen.

Die Bürgerinitiative Hasenthal, die sich während der fast 30-monatigen Sperrung der Brücke stets für deren Öffnung eingesetzt hatte, hatte für Freitagabend zu ihrem wohl letzten Treffen ins Hotel Zum Ellenfeld eingeladen. Laut BI-Sprecher Georg Jung habe man nach dem Brechtschen Motto "Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren" gehandelt. Jung: "Wir sind froh und voller Genugtuung."