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Die "Fire Girls" waren nicht zu bremsen

Die "Fire Girls" waren nicht zu bremsen

Elversberg. "Ich bin jedes Jahr überwältigt vom Zuspruch aus der Bevölkerung." Dem Elversberger Löschbezirksführer Michael Hoffmann stand die Freude regelrecht ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder, herrschte doch an allen drei Tagen Hochbetrieb im und um das Gerätehaus der Wehr in der Herrenstraße

Elversberg. "Ich bin jedes Jahr überwältigt vom Zuspruch aus der Bevölkerung." Dem Elversberger Löschbezirksführer Michael Hoffmann stand die Freude regelrecht ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder, herrschte doch an allen drei Tagen Hochbetrieb im und um das Gerätehaus der Wehr in der Herrenstraße.Damit das so ist, hatten sich die Floriansjünger auch einiges für ihre Gäste einfallen lassen. Pflichtprogramm war am Freitagabend natürlich die Übertragung des Europameisterschaftsspiels der Deutschen Elf auf einer Großbildleinwand. Bis in die tiefe Nacht wurde über den Spielverlauf gefachsimpelt.

Kulinarisch hat die Elversberger Wehr eine Spitzenküche vorzuweisen. Fast schon legendär ist der "Schnäggecke" der Wehr. Gäbe es Sterne für die "Floriansküchen" auf Feuerwehrfesten, so wäre das Team um den Chefkoch Wolfgang Rupertus sicherlich Anwärter auf drei Sterne.

Am Samstag hieß es dann anpacken beim Wettbewerb Truck-Pulling. Die Aufgabe: ein zwölf Tonnen schweres Löschfahrzeug an einem dicken Tau so schnell wie möglich über die Distanz von 20 Metern zu ziehen. Und das nur mit reiner Muskelkraft. Keine leichte Aufgabe - zumindest für die sechs Männermannschaften. Sie wurden regelrecht von einer Damenmannschaft stehen gelassen. Die Elversberger "Fire Girls 100 Prozent Hardcore" zeigten den Herren, was eine Harke in Sachen Geschwindigkeit und Beschleunigung ist. Sie siegten mit 24,9 Sekunden souverän mit einer Sekunde Vorsprung vor der zweitplatzierten Herrenmannschaft. Gestartet waren insgesamt sieben Mannschaften. Die Männer nahmen ihre Niederlage dennoch sportlich hin und bekamen von den Damen neben einem kräftigen Händedruck auch ein Glas Bier aus dem gewonnen Fass.

Am Samstagabend gab es dann kein Halten und auch kein Sitzplatz mehr im Festzelt und in der Fahrzeughalle. Die feuerwehreigene Showtruppe brachte die Zuschauermenge zum Toben. Zugaberufe hallten bis in das Spieser Tal hinein und zeugte davon: Die Elversberger Feuerwehr kann nicht nur retten, löschen, bergen und schützen, sie ist auch ein guter Gastgeber. Auch der Zuspruch am Festsonntag zeigte, wie beliebt die Wehr in Elversberg ist. "Ich bin jedes Jahr überwältigt vom Zuspruch der Bevölkerung."

Michael Hoffmann, Löschbezirksführer

Hintergrund

Die Elversberger Feuerwehr ist mit derzeit 82 aktiven Einsatzkräften sehr gut aufgestellt. Mit 18 Kindern und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr braucht sich Wehrführer Stefan Rehfeld um den Nachwuchs in Elversberg keine Sorgen zu machen. Bereits 38 Einsätze musste die Wehr in diesem Jahr bewältigen und somit überdurchschnittlich viel. Darunter auch die vereitelte Gasexplosion, bei der die Wehr stark gefordert war. ard