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Südkoreanische Wurzeln
Diakonie-Klinikum hat neuen Chef in der Urologie

Neunkirchen. Seit Anfang Juni leitet Dr. Sun-Tscheol Kwon die Fachabteilung für Urologie am Diakonie-Klinikum Neunkirchen. Er ist Nachfolger von Professor Dr. Schahnaz Alloussi, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. red

Dr. Kwon ist 48 Jahre alt, wurde in Heidelberg geboren und arbeitete zuletzt als Oberarzt im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße, wie das Klinikum weiter mitteilt. Sein Medizinstudium absolvierte er in seiner Geburtsstadt am Neckar; die Facharztausbildung fand in der Universitätsklinik Mannheim statt. In diesem Haus der Maximalversorgung eignete er sich das komplette urologische Spektrum an, insbesondere die Behandlung von Krebserkrankungen der Prostata, der Harnblase, der Nieren sowie des äußeren Genitale. Desweitern prägten die Therapie der Harninkontinenz, Harnsteinerkrankungen und erektilen Dysfunktionen seinen Arbeitsalltag, heißt es weiter.


2008 wechselte Kwon an das Städtische Klinikum in Karlsruhe, das ebenfalls eines der größten urologischen Abteilungen Deutschlands beherbergt. Die letzte berufliche Station von Dr. Kwon, der südkoreanische Wurzeln hat, war das Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße.

Als Oberarzt war er dort für alle operativen und diagnostischen Eingriffe verantwortlich. Des Weiteren war er Ärztlicher Leiter des Beckenbodenzentrums, in dem drei Fachabteilungen (Urologie, Chirurgie, Gynäkologie) unter seiner Führung interdisziplinär zusammenarbeiteten.



Spezialgebiet Kwons ist die Behandlung der Harninkontinenz - sowohl operativ als auch konservativ. Er etablierte in Neustadt die Implantation von Blasenschrittmachern, durch die bei verschiedenen Arten der Harninkontinenz gute Erfolge erzielt werden. Dr. Kwon ist mit einer Fachärztin für Gynäkologie verheiratet und Vater einer elfjährigen Tochter. Er wird in Neunkirchen das von seinem Vorgänger Professor Alloussi praktizierte klinische Spektrum weiter abdecken und eigene Schwerpunkte setzen, so das Klinikum. Insbesondere wird er neue diagnostische Verfahren einführen, etwa die Fusions-Biopsie der Prostata, die eine genauere Gewebeprobe bei Verdacht auf Prostatakrebs erlaubt.