Deutsch-amerikanisches Trio ließ keine Musikwünsche offen

Neunkirchen · Die Singer-Songwriter Northcote, Matze Rossi und Jon Snodgrass bestritten den Singer-Songwriter-abend in der Stummschen Reithalle. Das Publikum genoss den Abend und die Kommunikation mit den Musikern.

Sich fallen lassen und einfach nur der Musik lauschen. Das hatte bestens funktioniert beim Konzert der drei Singer-Songwriter Northcote, Matze Rossi und Jon Snodgrass in der Stummschen Reithalle. Die drei Künstler hatten die Bühne in der Reithalle mit ihren Akustik-Gitarren in Beschlag genommen und bestachen mit gefühlvollen Balladen, sympathischen Dialogen und vor allem mit einer engen Bindung zu ihren Zuhörern.

Als einziger Deutscher im Trio war Matze Rossi sichtlich stolz, den Kanadier Northcote und den Amerikaner Jon Snodgrass musikalisch zu unterstützen: "Ich bin überwältigt, bei dieser tollen Tour hier dabei zu sein", merkte der Schweinfurter an einer Stelle des Konzertes an.

Überhaupt war klar, dass die Chemie zwischen den drei Liedermachern stimmte. Obwohl Rossi mit seiner tiefen Reibeisenstimme tiefsinniges Liedgut in seiner Muttersprache zum Besten gab, wurde er dabei von seinen nordamerikanischen Kollegen tatkräftig unterstützt - ebenfalls auf Deutsch.

Die größte Spielfreude wies jedoch Jon Snodgrass auf. Häufig ging der Mann aus Colorado auf die Musikwünsche der Konzertbesucher in Neunkirchen ein. Auch die Klangvielfalt des Trios war nicht zu unterschätzen. Mal unterstützte Northcote mit der Mundharmonika seine Kollegen, mal war es Matze Rossi, der mit stimmigem Background-Gesang aushalf.

Fast schon familiär wurde der Abend durch die Anekdoten der drei Musiker . So zeigte Northcote, stilecht mit Rauschebart und Holzfällerhemd auf der Bühne, seine Begeisterung über die Reithalle in Neunkirchen . "Das erinnert mich an ein Baseball-Stadion, nur eben viel kleiner", erklärte der Hüne aus Kanada seinem Publikum. Dem hatte das Konzert große Freude bereitet: "Es geht eigentlich um mehr als die Musik. Es ist, als wäre man zu Gast bei guten Freunden", erzählte Phillip Reiter der SZ. Er war aus Rappweiler-Schwalbach in der Nähe von Weiskirchen angereist, nur um das Akustik-Trio in Neunkirchen spielen zu sehen. Das hatte sich gelohnt.

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