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Verkehrsverein Neunkirchen
Das halbe Jahrhundert ist schon in Sicht

Der Vorsitzende des Verkehrsvereins Neunkirchen,Thomas Rammo, 3. von links, war mit Besuch und Programm der diesjährigen Weinlounge sehr zufrieden.
Der Vorsitzende des Verkehrsvereins Neunkirchen,Thomas Rammo, 3. von links, war mit Besuch und Programm der diesjährigen Weinlounge sehr zufrieden. FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Der Neunkircher Verkehrsverein feiert im nächsten Jahr seinen 50. Geburtstag – neue Mitglieder sind sehr willkommen. Von Marc Prams

Es war die letzte Mitgliederversammlung des Neunkircher Verkehrsvereins vor dem großen Jubiläum: Im kommenden Jahr blickt man auf ein halbes Jahrhundert Verkehrsverein zurück. Und es war auch die letzte Mitgliederversammlung mit dem derzeitigen Präsidenten. Denn Jürgen Fried wird im kommenden November nicht mehr Oberbürgermeister der Kreisstadt sein und somit auch nicht mehr als Präsident wirken. Und so verabschiedete der Vorsitzende, Thomas Rammo, OB Fried am Montagabend in der Stummschen Reithalle, in der rund 30 der aktuell 157 Vereinsmitglieder anwesend waren. Die Mitgliederzahl sei zwar grundsätzlich stabil, merkte Rammo an, aber „gleichwohl merken auch wir den zum Teil in den Firmen angesetzten Rotstift, um nachhaltig die jeweilige Ausgabenseite zu entlasten“. Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, um für neue Mitglieder zu werben. Denn: „Der Verkehrsverein fördert nachhaltig die Entwicklung unserer Stadt, organisiert und plant eigenverantwortlich wichtige Veranstaltungen und sorgt damit auch für ein kulturelles und gesellschaftliches attraktives Umfeld.“


Rammo blickte auf ein Jahr zurück, in dem rund 500 Besucher ein hochklassiges Weihnachtskonzert erlebten, der Verkehrsverein sich als Aussteller an der Premiere des neuen Neunkircher Weihnachtsmarktes rund um die Christuskirche beteiligte, die achte Auflage der Weinlounge nebst Landmarkt wieder zahlreiche Gäste nach Neunkirchen lockte und auch die Neunkircher Messe viel positive Resonanz einheimste. Er erinnerte auch an den Floh- und Antiquitätenmarkt, der seit 1985 monatlich auf dem Stummplatz stattfindet und vom Verkehrsverein durchgeführt wird.

Mit Blick auf das Jubiläumsjahr kündigte Rammo eine „Spezialausgabe eines Neunkircher Heftes“ sowie eine Ausstellung über die Aktivitäten des Verkehrsvereins an.



Noch-Präsident Jürgen Fried referierte im Anschluss zum Thema Stadtentwicklung in Neunkirchen. Was die Handlungsfelder Wirtschaft und Arbeitsplätze betrifft, sei die Kreisstadt der stärkste Wirtschaftsstandort in der Region und die Zahl der Arbeitsplätze von der Zeit vor der Eisenwerksschließung mit 23 000 wieder erreicht. Auch sei Neunkirchen mit Angeboten von Ganztagsbetreuung über berufsbildende Schulen und Gymnasien bis hin zur Hochschule ein hervorragender Bildungsstandort. Kultur zähle zu einem „entscheidenden Motor der Stadtentwicklung“, betonte Fried, und verwies auf die Kulturzentren Kult, Gebläsehalle, Reithalle und Kutscherhaus, die ganze Palette der lokalen Breitenkultur und kulturelle Leuchttürme wie den Günter-Rohrbach-Filmpreis.

Die Menschen in Neunkirchen hätten die Herausforderungen des Strukturwandels angenommen und wichtige Teile der Stadtentwicklung positiv gestaltet. Nun gelte es, diese Entwicklung weiter voran zu treiben, um das neue städtische Leben auszubauen und zu etablieren.