Der Stummplatz als Ort der Begegnung

Der Stummplatz als Ort der Begegnung

„Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“ – unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche. Auf dem Neunkircher Stummplatz ist noch bis Donnerstag das Kreativprojekt „Sehen und Gestalten“ im Rahmen der seit 21. September laufenden Themenwoche zu sehen.

. Ein Ziel der alljährlichen Interkulturellen Woche ist es, Orte der Begegnung zu schaffen. Durch Begegnungen soll gegenseitiges Vertrauen wachsen, das den Weg zu einer gemeinsamen Zukunft ebnet. Ein solcher Ort der Begegnung ist zur Zeit der Neunkircher Stummplatz, wo Hannah Enderlein und Marie-Lena Hartmuth bereit stehen, um mit den Passanten ins Gespräch zu kommen. Als "Kommunikationshelfer" stehen bunte Holzfiguren auf dem Platz. Sie wurden in den Jugendzentren des Landkreises Neunkirchen von den jungen Leuten, handwerklich unterstützt von Mitarbeitern der Neuen Arbeit Saar (NAS), geschaffen. Zum Ausdruck kommt in den Figuren die Auseinandersetzung mit Toleranz, Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Schon im Projekt 2013 waren in den Jugendzentren die Umrisse von Menschen - jetzt zu sehen im Kreisjugendamt - das zentrale Gestaltungselement. Daran erinnert Streetworker Markus Wittling, der gestern auch auf dem Stummplatz präsent war. In das Projekt mitinvolviert ist auch das Neunkircher Jugendcafé mit dessen Leitungsteam Stefanie Graf und Sabrina Alt. Ihnen allen geht es um das Aufbrechen von Vorurteilen und Stereotypen, wie es auch mit dem Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" vorangebracht werden soll.

"Das sieht ja ganz einladend aus", so der Kommentar von Wolfgang Busch aus Wiesbach, mit einem Blick auf die Zeltdächer und Liegestühle, die kleinen Knabbereien und Fähnchen, die es den Leuten leicht machen sollen, sich mit den Anliegen der Interkulturellen Woche zu beschäftigen. Die bunten Figuren machen deutlich, um was es geht: Menschen aller Völker, Kulturen und Religionen haben dieselben Ziele und Bedürfnisse: Geborgenheit, Familie, wirtschaftliche Sicherheit, Freundschaften, Zugang zu Bildung und sozialen Gemeinschaften.

Das Team der Interkulturellen Woche erwartet Gesprächspartner noch bis Donnerstagabend auf dem Stummplatz. In Neunkirchen wird die Interkulturelle Woche durch den Integrationsbeauftragten Zeljko Cudina koordiniert. Er ist erreichbar unter Telefon (0 68 21) 20 24 18.