Der Plan steht

Mit Bühnenprogramm, Disco in der Lindenallee, Fahrgeschäften und vielen bunten Leckereien soll das Stadtfest die Besucher nichts von Sparmaßnahmen merken lassen. Vom 25. bis 28. Juni ist feiern angesagt.

. Der Plan ist gemacht, die Striche sind gezogen. Gestern am frühen Morgen sind Jürgen Mayer und Walter Schwender unterwegs. Schwender mit dem großen Plan unterm Arm, Mayer mit kleinem Farbdöschen - Inhalt: Farbe, rot - und Pinsel. Es gilt zu markieren, wo welche Stände während des Stadtfestes ihren Platz finden werden. Das Stadtfest ist bereits das 38. seiner Art. Die Neunkircher Kulturgesellschaft ist zum 14. Mal verantwortlich für die Ausrichtung. "Das wir weniger Geld zur Verfügung haben, das haben wir bei der Planung schon gemerkt", erzählt Kulturgesellschafts-Chef Uwe Wagner bei der Programmvorstellung in der Redaktion. Doch noch habe man das geschickt lösen können. Die Bands werden zum Teil einfach etwas länger spielen, so spart man ein paar Programmpunkte ein, verrät Jürgen Mayer. Man habe trotz der Sparmaßnahmen so strukturiert, dass das Stadtfest an die der letzten Jahre anknüpft. Mittlerweile wisse man, so Mayer, wen die Besucher gerne hören wollen und orientiert sich daran. "Auf dem Unteren Markt haben wir allerhöchste Qualität", ist er sich sicher. Es gibt wieder die bekannten Bühnen: Stummplatz, Unterer Markt, Hammergraben mit dem traditionellen Programm. Was es allerdings nicht mehr gibt: Eine eigene Aktionsfläche für die Kinder. Die hatte man zuletzt bereits von ihrem angestammten Platz hinter der Lutherschule auf den Sparkassen-Parkplatz verlegt. "Wir mussten überlegen, wie wir das noch leisten können", erklärt Wagner. Nun sei es quasi in den Bereich Hammergraben integriert. Allerdings mit Musik und Zaubershow, ohne Basteltische. "Dieses Jahr konzentrieren wir uns auf die Unterhaltung für die Kinder." Vielleicht müsse man sich da im nächsten Jahr wieder neu aufstellen. Das gilt allerdings nicht nur fürs Kinderprogramm, sondern für die Ausrichtung des kompletten Stadtfestes. Ob es denn nun an sich in Gefahr sei? Wagner verweist an die Nachbarstadt Homburg, wo aus Spargründen bereits Feste gecancelt werden mussten. Sicher ist nur: Nach Fest Nummer 38 muss für die 39. Auflage nochmal rundum neu nachgedacht werden. Die Vereine, das weiß man, würde der Ausfall bitter treffen. 22 sind noch dabei, bessern, das weiß Wagner, damit die Vereinskassen auf. Für einen soll das nächste Jahr auf jeden Fall das letzte sein: Walter Schwender, früher Markscheider der Stadt Neunkirchen und unentbehrliche Hilfskraft der Kulturgesellschaft in Sachen Stadtfest. Auch in seinem 80. Lebensjahr. Gerade war er wieder unterwegs, hat "geschnaust" was es in Nachbarstädten gibt, was dem Neunkircher Fest vielleicht auch noch gut zu Gesicht stünde. "Dafür lasse ich immer noch ein paar Fleckchen frei." Fündig geworden war er gerade kurz vorm Redaktionsbesuch sozusagen vor der Haustür: Beim Viertelfest hat er sozusagen vom Fleck weg einen Stand mit syrischem Gebäck engagiert. Ebenso neu wie der Stand der Syrer wird auch ein 60 Meter hoher Kranwagen sein. Der hebt jeden, der sich traut 60 Meter in die Höhe. Seinen Platz findet er im Bereich der Brücke zum Parkhaus Nord und begrenzt damit das Fest auf der einen Seite der Lindenallee als Gegenpart zum "kleinen" Riesenrad auf der anderen Seite. Wo genau, dass kann schon sehen, wer mit offenen Augen durch die Stadt geht und guckt, wo die Männer mit Plan und Pinsel gestern ihre roten Spuren hinterlassen haben. < weiterer Bericht folgt