Neuer Dorfplatz: Der Mittelpunkt von Münchwies

Neuer Dorfplatz : Der Mittelpunkt von Münchwies

Die Einweihung des neugestalteten Dorfplatzes war eingebettet ins Dorffest.Mit Oberbürgermeister und Ministerpräsident.

 Wenn der Ministerpräsident und der Oberbürgermeister gemeinsam am Mikrofon stehen, dann muss schon etwas Besonderes sein. In Münchwies war das am Freitag so, denn das Dorffest war das eine, die Einweihung des neugestalteten Dorfplatzes das andere wichtige Ereignis im Neunkircher Stadtteil.

Für Sascha Kieczewsky war die Eröffnung des Dorffestes ein ganz spezielles Erlebnis. Nicht nur, weil er sich wie alle anderen Münchwieser auf ein in jeder Hinsicht heißes Dorffest freute. Auch deshalb, weil Kieczewsky als Mitarbeiter des städtischen Bauamtes verantwortlich war für die Planung und die Neugestaltung des Dorfplatzes in seinem Wohnort.

Der wurde nach drei Monaten Bauzeit rechtzeitig zum Dorffest fertig, und er ist schön geworden, auch wenn der eine oder andere noch Verbesserungswünsche hat. Das befand auch Oberbürgermeister Jürgen Fried, als er zusammen mit Ministerpräsident Tobias Hans den neuen Münchwieser Ortsmittelpunkt  seiner Bestimmung übergab. „Unser Mitarbeiter Sascha Kieczewsky hat mit Sicherheit sehr viel Herzblut in die Sache gesteckt“, meinte Fried, „und jetzt haben die Münchwieser endlich einen schönen Dorfmittelpunkt, was schon lange notwendig war“, räumte der OB ein. An die Adresse von Tobias Hans gerichtet dankte Fried der Landesregierung für die Unterstützung bei der Finanzierung des neuen Platzes. Der wird nach endgültiger Fertigstellung rund 260 000 Euro kosten, von denen rund 90 Prozent aus Fördermitteln des Landes in die Stadtkassen zurückfließen und die Stadt somit nur einen Eigenanteil von zehn Prozent leisten muss.

Entscheidend hierfür war die Umgestaltung der Buswendeschleife samt barrierefreiem Ausbau der NVG-Haltestelle, so dass die gesamte Maßnahme nach einem „Sonderprogramm für den barrierefreien Ausbau von Haltestellen im Saarland“ förderungswürdig ist.

Im Gegensatz zu dem bisherigen Dorfplatz gibt es keinen Asphalt mehr. Stattdessen wurden etwa 1000 Quadratmeter Pflastersteine verlegt und 22 laufende Meter Gabionenmauer als Stützwand hergestellt, die später noch mit einem Zaun versehen wird.

Außerdem hat der Platz eine neue Beleuchtungsanlage bekommen und in der Mitte eine Bodenhülse, um einen großen Sonnenschirm oder beim Weihnachtsmarkt einen Tannenbaum zu befestigen.

Nach dem Dorffest, das am Sonntag zu Ende ging, wird noch ein neues Wartehäuschen an der Haltestelle aufgebaut, und im Herbst erhält der Platz auch noch grüne Tupfer. Dann werden noch drei Bäume gepflanzt und in die dafür vorgesehenen Pflanzinseln verschiedene Kleinpflanzen gesetzt.

Auch nach Meinung des Landesvaters ist der neue Dorfplatz ein Zugewinn für den Ort. „Mit diesem Platz können wir Münchwieser etwas anfangen, denn er ist richtig gut gelungen“, meinte Tobias Hans. Für ihn ist der neue Dorfplatz zugleich ein gutes Beispiel für eine sinnvolle und gute Planung im Bauamt der Stadt. Angesichts des roten Rathauses in Neunkirchen sei der schwarze Granit in der Mitte zudem die richtige Farbe für den Platz in Münchwies, meinte der CDU-Regierungschef scherzhaft.

Danach griff der OB zum Hammer, brachte den hölzernen Zapfhahn in die richtige Position, reichte dem Ministerpräsidenten den ersten Krug und das Münchwieser Dorffest war eröffnet (Bericht folgt).

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