Der grüne Traum soll wahr werden

Eigentlich war das Thema Rasenplatz in Ludwigsthal schon ad acta gelegt. Zu teuer wären Unterbau und Drainage gekommen. Doch der Verein mit Projektleiter Hartmut Hoppstädter überarbeitete die Pläne.

Mit einem veränderten Konzept will der SC Ludwigsthal im zweiten Anlauf den Umbau seines Sportplatzes in einen Rasenplatz realisieren. Im März mussten die Verantwortlichen das Projekt vorerst auf Eis legen und der Traum vom grünen Sportplatz schien geplatzt. Grund war die Forderung der Sportplanungskommission (SPK), ein Bodengutachten erstellen zu lassen. Es wurde festgestellt, dass der Unterbau des vorhandenen Tennenplatzes für den Bau eines Rasenplatzes nicht geeignet ist und deshalb erneuert werden muss. Eine weitere Erkenntnis aus dem Gutachten war, dass der Einbau einer zusätzlichen Drainage samt einer Drainschicht in Höhe von zehn bis zwölf Zentimetern notwendig ist. All diese Auflagen hätten dem Verein Mehrkosten von rund 90 000 Euro verursacht, die aber im Finanzierungsplan für die Umgestaltung des Platzes nicht vorgesehen und somit auch nicht verfügbar waren.

Das Resultat des Gutachtens war eine Enttäuschung für alle, die von Vereinsseite an dem Projekt beteiligt waren. Aber der SCL und insbesondere Projektleiter Hartmut Hoppstädter ließen sich nicht entmutigen, krempelten die Ärmel hoch und suchten nach Alternativen. Das Projekt Rasenplatz Ludwigsthal sollte nicht im wörtlichen Sinn im Sand verlaufen.

In den folgenden Wochen wurde das ursprünglich angedachte Konzept völlig überarbeitet und neu gestaltet. Wichtigste Änderungen sind demnach, dass der SCL auf einen großzügig geplanten Zaun und auf nicht unbedingt erforderliche Pflasterarbeiten verzichtet. "Dadurch sparen wir rund 70 000 Euro ein, die in den Unterbau und die Drainarbeiten geflossen sind", erklärt Hoppstädter.

Damit konnte der Verein einen Großteil der Folgekosten aus dem Bodengutachten kompensieren. Auf der Grundlage des veränderten Konzepts hat der SCL Anfang Juli neue Zuschussanträge sowohl an die SPK als auch an die Stadt Neunkirchen gerichtet.

Jetzt hoffen der Projektleiter und alle Fußballfreunde in Ludwigsthal auf eine rasche und wohlwollende Entscheidung in Saarbrücken und im Rathaus.

Hartmut Hoppstädter: "Sollte die Sportplanungskommission diesem Konzept zustimmen - und davon gehen wir aus - wird die Stadt die Gelder ebenfalls freigeben." Sollte es so kommen, könnten auf dem Plandaascher Sportplatz schon bald die Bagger anrollen.