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Der DJK Münchwies steigt als Meister in die Bezirksliga Neunkirchen auf.

DJK Münchwies : Frohe Botschaft mitten im Training

Der DJK Münchwies steigt als Meister in die Bezirksliga Neunkirchen auf.

Die DJK Münchwies ist beim virtuellen Verbandstag des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) zum Meister der abgebrochenen Saison der Kreisliga A Bliestal erklärt worden (die SZ berichtete). Die Mannschaft von Trainer Marco Pohle hatte vor der Corona-Pandemie 16 Spiele absolviert und davon 14 gewonnen. Das einzige Unentschieden gab es beim 1:1 beim SV Bruchhof-Sanddorf.  Und ein einziges Mal musste man auch als Verlierer den Platz verlassen –  beim 1:4 beim SV Höchen. Der Meister kam zu drei zweistelligen Siegen (13:0 zum Saisonauftakt zu Hause gegen den VfR Frankenholz sowie jeweils 10:1 bei der DJK Bexbach und in Frankenholz). Extrem wichtig war der 3:2-Heimerfolg gegen den TuS Lappentascherhof. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs hatten die Münchwieser 43 Punkte auf ihrem Konto, mit jeweils einer Partie weniger folgten der TuS Lappentascherhof, SV Höchen (je 33 Zähler) sowie der SV Bruchhof-Sanddorf (32).

Erfolgreichste DJK-Torschützen waren mit jeweils 18 Treffern Thorsten Gehrmann und Dennis Schwender. In der ligainternen Statistik standen nur noch Tobias Deutsch (SSV Wellesweiler, 20 Tore) sowie Daniel Weiß (TuS Lappentascherhof, 27 Buden) vor ihnen. „Intern hatten wir bereits vor der Saison die Meisterschaft als Ziel ausgegeben. Wir waren dann auch vom ersten bis zum letzten Spieltag vor dem Abbruch Tabellenführer gewesen. Auch wenn noch einige Spiele gefolgt wären, bin ich sicher, dass wir auch so am Ende sportlich ganz oben in der Tabelle gestanden hätten“, sagt Meistertrainer Pohle. Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei während der Runde das geringe Verletzungspech gewesen. So konnte Pohle auf ein eingespieltes Team zurückgreifen. Es fehlten allerdings auch zwei wichtige Akteure: Moritz Hanz (noch in der vorherigen Saison) und sein Bruder Bastian Hanz (im vorletzten Training vor Beginn dieser Runde) hatten sich jeweils Kreuzbandrisse zugezogen. Während Moritz Hanz bereits ins Training zurückgekehrt ist, will auch Bastian Hanz möglichst bald wieder angreifen.

Am Abend des SFV-Verbandstages hatte Pohle ein Training angesetzt. Als dann die erlösende Nachricht eintraf, dass die Münchwieser Meister sind, wurde die Übungseinheit abgebrochen und unter Einhaltung der derzeitigen Corona-Vorschriften „noch ein paar Bierchen getrunken“. Da nun die gesetzlichen Vorgaben weiter gemildert werden, soll demnächst schon einmal eine kleinere Aufstiegsfeier über die Bühne gehen. „Und sobald man dann wieder ohne Einschräkungen feiern darf, wird es auch noch eine große Meisterparty geben“, verrät der Trainer.

In der kommenden Saison treten die Münchwieser in der Bezirksliga Neunkirchen an. Den in der Bezirksliga Homburg aufgrund des Rückzugs der SpVgg. Einöd-Ingweiler II freigewordenen Platz wolle man dem SV Altstadt überlassen. Schließlich würden die Altstadter bereits seit Jahren versuchen, in diese Klasse zu wechseln. „Als Aufsteiger wollen wir einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen.

Am bisherigen Kader soll sich nicht viel ändern, es sind allerhöchstens punktuelle Verstärkungen möglich, wobei aber noch nichts spruchreif ist.“ Als einziger Abgang steht Pascal Omlor fest, der nun das Trikot des künftigen Ligarivalen ASV Kleinottweiler trägt. „Ich erwarte einen ganz starken FV Eppelborn II, der dieses Mal die Meisterschaft ja nur ganz knapp verpasst hat. Dessen Erste ist in die Oberliga zurückgekehrt, so dass der Kader der Zweiten mit Sicherheit sehr gut besetzt sein wird. Auch ansonsten treffen wir in der Bezirksliga Neunkirchen auf einige zweite Mannschaften, von denen du nie weißt, ob Spieler der Ersten dazu rücken“, blickt Pohle voraus.

Der Meistertrainer hofft auf einen Saisonanfang im September. Vorbereitungsbeginn soll zwischen Anfang und Mitte Juli sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird in Münchwies unter Beachtung der Corona-Regeln einmal wöchentlich trainiert. Die aktuellen Trainingsmöglichkeiten hätten zwar nicht viel mit dem Übungsbetrieb von zuvor zu tun, „doch ist das auf jeden Fall besser, als komplett gar nichts machen zu können“.