Der direkte Draht zur Kunst

Ottweiler. Ölbilder, Wollarbeiten, Holzschnitzereien und andere Kunstwerke sind am Sonntag zwischen den alten Gemäuern der Ottweiler Altstadt entstanden

 Beim Ottweiler Künstlertreff schauten Besucher und Künstler dem Maler Lorenz Klein bei der Arbeit über die Schulter. Foto: ani

Beim Ottweiler Künstlertreff schauten Besucher und Künstler dem Maler Lorenz Klein bei der Arbeit über die Schulter. Foto: ani

Ottweiler. Ölbilder, Wollarbeiten, Holzschnitzereien und andere Kunstwerke sind am Sonntag zwischen den alten Gemäuern der Ottweiler Altstadt entstanden. Nur einige Meter vom gleichzeitig stattfindenden Rosenmarkt entfernt, hatten sich in idyllischer Atmosphäre viele kreative Köpfe der Region zu einem Künstlertreff versammelt, stellten ihre Werke aus und zeigten umherschlendernden Besuchern, wie diese entstehen.Der Maler Lorenz Klein arbeitete unter seinem Sonnenschirm an einem "Fantasie-Portrait" und ließ sich dabei über die Schulter schauen: "Ich bin schon zum zehnten Mal beim Künstlertreff dabei. Es geht hier nicht so sehr ums Verkaufen, mehr ums Zeigen." Auch an Ständen links und rechts von ihm waren in unterschiedlichen Techniken gemalte Bilder ausgestellt: Eulen, Frösche und andere Tiere, bunte Blumen und stimmungsvolle Landschaften. Das Malen ist auch für Margot Klein eine Leidenschaft: "Angefangen hat alles 1983 mit einem Malkurs, provisorisch ausgerüstet mit Block, Bleistift und Radiergummi von meiner Tochter." Heute malt sie in Öl, Aquarell und anderen Techniken. Das Hobby ist für sie Ausgleich zum Alltag und Stimmungsaufheller in einem Tief.

Auch die Besucher profitieren vom Hobby der Maler: "Wir haben in den letzten Jahren hier schon einige schöne Bilder gekauft", berichtete Anja Voltmer, die mit ihrer kleinen Tochter Julia den sonnigen Nachmittag genoss. Von der Keramikkünstlerin Lisa Butz ließen sich die beiden erklären, wie ihre fantasievoll gestalteten Schalen, Fische und Hühnerfiguren entstehen: Zuerst wird die geformte Arbeit gebrannt, dann mit farbigen Glasuren bepinselt und erneut gebrannt. Besucherin Pia Farago war besonders von den Gartenkeramiken angetan, überhaupt gefiel ihr das Treiben an diesem Sonntag: "Ich komme aus Beckingen und bin zum ersten Mal auf dem Künstlertreff. Die Kombination aus künstlerischem Schaffen hier und den schönen Pflanzen und den Leckereien auf dem Rosenmarkt finde ich super."

Der kulinarische Genuss kam auch auf dem Künstlertreff nicht zu kurz. Unter Sonnendächern wurden Kaffee und Kuchen genossen, ein Leierkastenspieler musizierte dazu auf seinem nostalgisch wirkenden Instrument. Dabei konnten die Besucher direkt gegenüber beobachten, wie ein Holzblock zunächst grobe Formen erhält und danach in immer feineren Arbeitsschritten zu einer filigran geschnitzten Figur wird.

Arbeiten aus Stoff oder Wolle, etwa blaue und gelbe Tintenfische, Fenstermobiles und Holzbasteleien waren weitere der vielen kreativen Stücke, die es zu erstehen gab. Dabei war jedes ein handgearbeitetes Unikat und mit Freude hergestellt, so auch bei Wolfgang Fell: "Seit meiner Kindheit male ich Stillleben, Landschaften und Porträts. Ich bin eigentlich Koch und habe nun auch mein Hobby zum Beruf machen können." "Ich bin schon zum zehnten Mal beim Künstlertreff dabei. Es geht hier nicht so sehr ums Verkaufen, mehr ums Zeigen."

Lorenz Klein,

Maler

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