"De Begge Peter" hat den Till

Ottweiler. Unter den Augen von vielen hundert Narren aus dem ganzen Land, eingebettet in ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Rahmenprogramm, wurde am Samstag der neue Till-Preisträger ausgerufen

Ottweiler. Unter den Augen von vielen hundert Narren aus dem ganzen Land, eingebettet in ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Rahmenprogramm, wurde am Samstag der neue Till-Preisträger ausgerufen. Ganze Heerscharen von Tollitäten, Prinzessinnen und Prinzen und Dreigestirne gaben sich der Ehre, und der geneigte Gast wähnte sich angesichts dieser vorkarnevalistischen Ausgelassenheit, beileibe nicht am Vorabend des Totensonntags.In den närrischen Hallen des Ottweiler Schlosstheaters verliehen Fritz Fried und Nikolaus Weber von der Ottweiler Bürgergarde und der Träger des Tillordens 2011/2012, der Kabarettist Detlev Schönauer, Peter Beck alias "de Begge Peter", den begehrten Tillorden der Bürgergarde. Damit ist Beck der 23. Preis- oder auch Ordensträger - wie man will.

Mit Beck werde ein Kabarettist geehrt, der als Redner der Mombacher Bohnebeitel (Hessen) sich einen Namen gemacht hat und der mit TV-Auftritten seinen Ruf als Kabarettist mit Niveau und ausgelassenem Witz untermauerte und seinen Bekanntheitsgrad ins Unermessliche steigerte, wie Schönauer sagte. Im Übrigen sei es dem Begge Peter zu verdanken, so Schönauer weiter in seiner Laudatio, dass er, also Schönauer, "heut' hier bei eusch uff de Bühn steh' als Tillpreisträger". Beide Künstler haben sich bei einem gemeinsamen TV-Auftritt kennen gelernt, erinnert sich Schönauer. Trotz alledem, trotz "Witzischkeit unn so" erklärte Schönauer, alias Jaques, weiter, "möcht' ma dem Peter nit im Dunkle begeschne, unn im Helle ach nit".

Traditionell wird bei der Tillordens-Verleihung auch stets der Jugendförderpreis der Bank 1 Saar vergeben. Als Jörg Nagel, Repräsentant des Instituts, den im Losverfahren ermittelten Gewinner bekannt gab, war es dem Chef der Ottweiler Bürgergarde Nikolaus Weber denn doch ein wenig peinlich, denn der mit 555 Euro dotierte Jugendförderpreis ging in diesem Jahr an seine Bürgergarde. So ist das eben mit dem Losglück.

Als Konsequenz aus diesem Losglück regte Weber für das kommende Jahr an, dass der Vorjahresgewinner des Förderpreises künftig zumindest für ein Jahr aus der Verlosung genommen werden soll.