Das Rathaus war nicht zu halten

Spiesen-Elversberg. Weder eisige Temperaturen noch waagerecht wehender Schnee konnte gestern die Narren von Spiesen und Elversberg davon abhalten, die Macht im Rathaus zu übernehmen. Angeführt vom Fanfarenzug der NKV Elversberger Narrenzunft konnten sie zunächst den Rathausvorplatz einnehmen

Spiesen-Elversberg. Weder eisige Temperaturen noch waagerecht wehender Schnee konnte gestern die Narren von Spiesen und Elversberg davon abhalten, die Macht im Rathaus zu übernehmen. Angeführt vom Fanfarenzug der NKV Elversberger Narrenzunft konnten sie zunächst den Rathausvorplatz einnehmen.

Spiesens Ortsvorsteher Thomas Thiel übernahm als Robin Hood für den verhinderten Bürgermeister Reiner Pirrung das Kommando über die Rathaustruppen. Das erklärte Ziel: die Verteidigung der silbernen Bastion. Sein Elversberger Amtskollege Lothar Engelbreth war Herr des Schlüssels. Ihnen gegenüber stand eine schiere Übermacht von Hexen, Narren und natürlich die Prinzenpaare aus beiden Ortsteilen: Prinz Dominik I. (Schuh) und Prinzessin Sarah I. (Jackson) vom KV Alleh Hopp Spiesen sowie Prinz Bernd I. (Wagner) mit Prinzessin Marina I. (Wagner) für die Narren des NKV in Elversberg. Alles Argumentieren nutzte am Ende nichts. Die langsam vorrückenden Krieger "Roter Hahn" auf der Seite der Narren verpassten den Vertretern der Verwaltung eine Konfetti-Breitseite nach der anderen. Thiel zum Vorrücken der Rothähne: "Ah, die Artillerie is schon uff unserer Seit!" - eine krasse Fehleinschätzung der eigenen Lage. Ein letzter verzweifelter Versuch, die Prinzessinnen für sich zu gewinnen, brachte keinen Erfolg und selbst die Schützengesellschaft, die Thiel und Co. zu Hilfe geeilt war, konnte den Sturm nicht verhindern. So kam es, wie es kommen muss. Zum Schluss konnten die Elferratspräsidenten Edgar Recktenwald (Alleh Hopp) und Patrick Wehrle (NKV) zum Sturm auf das Rathaus blasen. Bis Aschermittwoch hat die Macht im Rathaus gewechselt. Die beiden Ortsvorsteher wurden in Ketten in den Sitzungssaal des Rathauses abgeführt, wo der närrische Sieg gefeiert wurde.

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