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Das einzelne Kind steht im Mittelpunkt

Das einzelne Kind steht im Mittelpunkt

Die Kinder sollen ihre Schule als Lebensraum verstehen, sagte Clemens Wilhelm, Schulleiter der GGS, beim Tag der offenen Tür.

Hunderte von Kindern mit ihren Eltern haben beim Tag der offenen Tür die Ganztagsgemeinschaftsschule (GGS) Neunkirchen besucht. An der GGS Neunkirchen stehe das einzelne Kind im Mittelpunkt, betonte Schulleiter Clemens Wilhelm. 770 Schüler hat die GGS zurzeit. Wilhelm sagte gegenüber unserer Zeitung: "Ziel unserer Schule ist es, das einzelne Kind wahrzunehmen und es möglichst individuell zu fördern. Dabei ist es uns wichtig, dass die Kinder die Schule als Lebensraum verstehen und darin erfolgreich lernen."

An der Bildungseinrichtung wirken zurzeit neben 70 Lehrerinnen und Lehrern auch über 20 pädagogische Mitarbeiter mit. Dazu zählen Künstler, Musiker, Schauspieler, Kunstbildhauer, Fußballtrainer der SV Elversberg, Theaterpädagogen des Kinder- und Jugendtheaters Überzwerg und Zirkuspädagogen. Im Bereich Schauspiel hat sich die GGS mittlerweile als Theaterschule im Saarland etabliert. Auch darf sie sich "Eliteschule des Fußballs" nennen. Durch die Rhythmisierung im Ganztag nehmen die Schüler die Schule als Lern- und Lebensraum war. Klassensäle, Flure und Schulhof, auch als "dritter Pädagoge" bezeichnet, sollen das Ihre zum Wohlfühlen beitragen. Die Schule legt großen Wert auf eine ästhetisch gestaltete Lernumgebung. Aus diesem Grund arbeitet die Einrichtung schon seit Jahren mit künstlerischen Pädagogen und Dozenten zusammen, die ihre Erfahrungen einbringen und in den "Lebensraum Schule" einfließen lassen. Eine weitere Besonderheit der Schule ist die Montessoripädagogik. In besonders ausgestatteten Räumen, wie dem Lernatelier, arbeiten die Kinder und werden durch Montessoripädagogen und eine Ergotherapeutin betreut.

Familie Spang aus Heiligenwald war mit der 13-jährigen Tochter Jana und dem zehnjährigen Sohn Nico zum Tag der offenen Tür gekommen. Die Kinder und Eltern waren von dem vielfältigen Programm begeistert. Martin Spang sagte: "Bestimmer und die Entscheider, hier die Schule zu besuchen, sind ganz allein unsere Kinder." Die GGS Neunkirchen legt ganz großen Wert auf die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern. Das Lehrpersonal begleitet die Jungen und Mädchen bis zu deren Abschluss und ist jederzeit Ansprechpartner für die Kinder und deren Eltern. An der Schule entsteht zurzeit ein 250 Quadratmeter großes neues Lernzentrum, das das Lernen aufwertet. Dafür investierte der Kreis mit Unterstützung des Bildungsministeriums eine Million Euro.