1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Das Bauprogramm von Furpach hat es in sich

Ortsrat tagt : Das Bauprogramm von Furpach hat es in sich

Grundschule, Kindergarten, Robinsondorf – es wird derzeit viel gebaut, und Wünsche gibt es auch noch.

Die „Problembaustelle“ war natürlich auch dabei – als Jörg Wilhelm und Eckard Strassburger bei der jüngsten Sitzung des Furpacher Ortsrats im Feuerwehrgerätehaus Furpach das Bauprogramm 2020 beleuchteten. Gemeint hatte der Leiter der Abteilung Gebäudewirtschaft damit den Kindergarten Furpach. Dort war überraschend Feuchtigkeit im Mauerwerk festgestellt worden. In Folge dessen musste der gesamte marode Putz abgeschlagen werden, um danach sehr aufwändig neu zu verputzen, wobei ein teils offenporiges, teils isolierendes Material zum Einsatz kam.

Eine integrierte Horizontalsperre soll laut Strassburger künftig verhindern, dass wieder Feuchtigkeit im Gemäuer hoch zieht. Auch die Arbeiten in Sachen Haustechnik fielen „etwas komplexer aus“ als geplant: So kam man nicht umhin, die „teils durchwurzelten, teils undichten, teils durchgebrochenen“ Abwasserleitungen komplett zu erneuern. Aufwändig erwies sich nicht zuletzt der Abbruch der alten Treppe und das anschließende Einziehen einer neuen Decke. Drei Monate, dann ist der erste Bauabschnitt der Kindertagesstätte abgeschlossen, rechnet Strassburger und appelliert weiterhin an die Geduld des Personals: „Beim Kindergarten galt es das auch durchzustehen, aber es hat sich gelohnt.“ Klar sei allerdings auch: „Solch eine große Einrichtung würde ich im laufenden Betrieb nicht noch einmal umbauen.“

Nebenan in der Grundschule steht man kurz vor dem Abschluss: Brandschutzmaßnahmen mitsamt der Treppenhäuser okay, Deckenarbeiten erledigt, Turnhalle okay. Installiert wurden die gerade in dieser Jahreszeit hochwillkommenen „elektrisc“, faltbaren Raffstores zum Sonnenschutz der Klassenräume. Was jetzt noch fehlt, sind die drei Treppentürme an der Außenseite der Gebäudeflügel, um die geforderten zwei Rettungswege durchgehend zu realisieren.

Spätestens in einem Monat soll die Hirschberghalle für Sportler wieder freigegeben werden. Dort können alle Nutzer künftig im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen. Wurde doch die Lüftung verbessert. „Gerade im Hinblick auf die Fastnachtsveranstaltungen haben wir das Leistungsvolumen erhöht.“

Im Robinsondorf würde die Stadtverwaltung nur zu gern noch in diesem Jahr das bald nicht mehr tragbare Sanitär-Gebäude abreißen. Die Pläne für den Neubau liegen vor. So soll das WC künftig auch für die Grillstelle, die man mieten kann, zugänglich sein. „Wir möchten da eine barrierefreie Betreuerkabine integrieren“, so Strassburger. Weiterhin stehen Alarmanlage, Dachsanierung und Küche/Aufenthaltsraum auf der To-do-Liste. Was fehlt, ist die Bedarfszuweisung des Landes über 95 000 Euro. Insgesamt entstehen 190 000 Euro Kosten. Für die Feuerwehr Ludwigsthal sind im Bauprogramm 2020 Ingenieurkosten und die Planung des Anbaus verankert. Dessen Entwurf ist bereits fertiggestellt, Kostenpunkt etwa 524 000 Euro. Ein Stadtratsbeschluss dazu steht allerdings noch aus.

Jörg Wilhelm, Leiter des Bauamts und Abwasserwerks, kündigte den Endausbau Stiller Winkel für 2021 an, ebenso wie für die Neugestaltung des Arno-Sprengler-Platzes. Am Täufergarten Süd ist dagegen aktuell schon „einiges im Gange“. Umfangreiche Erdarbeiten nämlich, da der Kanal im Trennsystem hergestellt werden muss. Mittels diesem können Schmutz- und Regenwasser getrennt abgeleitet werden: das Schmutzwasser der Hausanschlüsse in die Kläranlage, das Regenwasser ins Rückhaltebecken. Dieses wird mittels eines unterirdischen Kanalpofils sichergestellt, welches über eine Drossel Regenwasser in dosierter und gewässerverträglicher Form in den talseits verlaufenden Gewässergraben, der ebenfalls von der Kreisstadt Neunkirchen unterhalten wird, einleitet.