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Corona-Programm der Familienbildungsstätte

Kostenpflichtiger Inhalt: Familienbildungsstätte Neunkirchen : Vergissmeinnicht zum Tag der Familie

Für den Herbst plant die Familienbildungsstätte Neunkirchen ein Standard-Programm und ein Sonder-Programm. Reaktion auf Erfordernisse der Corona-Bestimmungen.

Am Freitag (15. Mai) war wieder der Internationale Tag der Familie, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Was macht in diesen Corona-Zeiten die Familienbildungsstätte (FBS) Neunkirchen an so einem Tag? Um 6.30 Uhr postete Leiterin Anne Schmidt auf Instagram: Eine Bilder-Collage mit einem Wort-Gruß. Die Bilder zeigen die geschlossene Tür des Zentrums in der Neunkircher Marienstraße und leere Räume, zudem blau blühende Vergissmeinnicht. Drunter die Sätze: „Heute ist Internationaler Tag der Familie. Wir hoffen sehr, unser Haus bald wieder für Familien in all ihrer Vielfalt öffnen zu können. Gerade in dieser Zeit, die Gemeinschaft so nötig hat, um Kraft und Zuversicht zu schöpfen, werden Orte der Begegnung, wie unserer, wenn auch in der jetzt gebotenen Distanz, gebraucht.“ Vergissmeinnicht, so Anne Schmidt, sind die Blumen der Familie. Symbol für Liebe, Treue und Zusammengehörigkeit.

Einen Morgengruß und kleine Angebote wie Service oder Unterhaltung – das stellt die FBS seit dem Shutdown am 16. März täglich online: „Uns ist wichtig zu zeigen, dass wir da sind. Wir haben uns nach der Schließung sofort überlegt: Was machen wir, wenn wir nicht geöffnet haben können?“ Am Tag der Familie folgt auf den Morgengruß ein Bastelangebot und zu später Stunde eine visueller Abendhimmel. Die tägliche Resonanz liege zwischen 100 und 700 Menschen, die die Online-Botschaften aufrufen: „Das freut uns.“

Zukunftsangst sei ihnen genommen worden, so Anne Schmidt im Gespräch mit unserer Zeitung weiter: „Bund über Projekt Mehrgenerationenhaus, Land als Weiterbildungsträger, Kreis, Kommune und das Bistum haben uns schnell wissen lassen, dass wir uns keine Sorgen über die Finanzierung machen müssen. Das lässt durchatmen.“

Nach der Dienstanweisung des Bistums vom 4. Mai können keine Veranstaltungen bis Pfingsten stattfinden. Danach, das Bistum orientiere sich an den Vorgaben der Politik, rechnet auch Anne Schmidt wieder mit Leben in ihrem Haus. Natürlich mit dem Leben, was man im Rahmen der Vorgaben im Kampf gegen die Corona-Pandemie verantworten könne. Sicher seien da beispielsweise Sprachkurse oder Malkurse. Kochen oder Singen dagegen gehe da nicht. Auch Pekip, also Kurse für Mamas oder Papas mit ihren Babys auf dem Boden, könne man nicht vertreten, meint die Pekip-Kursleiterin Schmidt. Sie denke, auch nicht online: „Ich würde nicht mit Babys vor der Kamera arbeiten.“ Thematisiert werden müsse perspektivisch auch das Thema Vorträge: Vom Alter her gehörten oft Referenten und auch Teilnehmer zur Risikogruppe. Schön sei gewesen, ergänzt Schmidt, dass im laufenden Semester nicht ein Teilnehmer seine Kursgebühr zurückgefordert habe.

800 Quadratmeter Fläche misst das Haus der Familienbildungsstätte. 40 Leute, rechnet Schmidt, könnten sich also nach den derzeitigen Regeln auf einmal darin aufhalten. Am Samstag nun wollte ein Team das Haus in diesem Sinne sichern – etwa Schildern kleben, hängen oder schrauben, damit die Abstände erkennbar sind.

Anne Schmidt, Leiterin der Familienbildungsstätte Neunkirchen. Foto: Schmidt Foto: Anne Schmidt

Noch der Blick aufs Herbstsemester. „Unser Plan sieht ein Corona-Programm vor“, sagt Anne Schmidt. „Ein Programm mit Standard-Angeboten auflegen, etwa Sprachkursen, und ein Sonderprogramm wie Fahrten und Vorträge.“