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Christophorus kann doch nie schaden

Christophorus kann doch nie schaden

Autos, Bobbycars, ganz egal: „Alles, was Räder hat“ ist am 24. Juni zur Fahrzeugsegnung auf dem Festplatz Eisweiher in Neunkirchen eingeladen.

"Jeder hat doch den großen inneren Wunsch, geschützt zu sein. Er selbst und seine Lieben", sagt Ute Wagner vom Orga-Team des Neunkircher Kirchenladens "Momentum". Und erklärt damit zugleich, warum es jetzt auch in Neunkirchen eine Segnung für "Alles, was Räder hat" geben wird. Termin ist Samstag, 24. Juni, 14 Uhr, auf dem Festplatz Eisweiher.

"Wir vertrauen uns schon von Kindesbeinen auch Rädern an", sagt Ute Wagner: Das fängt bei Kinderwagen, Bobbycar oder Dreirad an. Das geht weiter über den Roller, das Fahrrad, später das Auto oder den Bus. Und das gilt auch noch bei Krankheit oder im Alter für Rollstuhl und Rollator. Und nicht zuletzt ebenfalls für den Rettungswagen, von dem manchmal unser Leben abhängt.

"Beim heutigen Verkehr braucht es schon mal einen Schutzengel", schlussfolgert Wagner. Deshalb also die Segen-Aktion am 24. Juni für fahrbare Untersätze egal wie viele Räder und ihre Nutzer. Zehn Mitarbeiter des Kirchenladens werden an diesem Tag helfen, die Fahrzeuge einzuweisen. Von der Stadt, vom Ordnungsamt und der Straßenverkehrsbehörde, so Wagner, käme hilfreiche Unterstützung.

Teilnehmer der Segen-Aktion bekommen eine Cristophorus-Plakette. Christophorus ist ein vielseitiger Schutzheiliger. Zum Beispiel für Reisende, für unterwegs. Zudem, so ist einschlägig nachzulesen, ruft man ihn auch an zum Schutz vor Hagel und Feuersbrünsten, zur Hilfe bei Augenleiden und Zahnschmerzen. Schatzsucher, Gärtner, Bergleute und Zimmerer verehren ihn ebenfalls. Seine Legende ist etwa nachzulesen unter www.katholisch.de - Titel "Vom Monster zum Schutzheiligen": Einst soll ein Menschen fressendes, hundeköpfiges Monster namens Reprobus in Kleinasien sein Unwesen getrieben haben. Als der Kraftprotz einmal ein Kind schultert, um es über einen reißenden Fluss zu tragen, strauchelt er. Am rettenden Ufer angekommen, scheint es ihm, als hätte die ganze Welt auf ihm gelastet. Da sagt das Kind "Du hast mehr getragen als die Welt, du hast den Schöpfer der Welt getragen" und offenbart sich ihm als Christus selbst. Aus Reprobus wird Christophorus - das griechische Wort für Christus-Träger.

Menschen sind offen für Segen, weiß Ute Wagner. "Das erfahren wir bei den gesegneten Palmzweigen und auch bei den Tiersegnungen in Neunkirchen." Menschen kennen Segen aus ihrem Alltag, so Wagner: Segenswünsche beim Spenden der Sakramente wie Taufe oder Trauung, fürs Kind beim Schulwechsel oder bei der Schulentlassung, für Freunde, die auf Reisen gehen: "Gute Reise und komm wohlbehalten zurück." Christophorus für unterwegs kann doch nie schaden.

Zum Thema:

Die Fahrzeugsegnung am 24. Juni, 14 Uhr, auf dem Festplatz Eisweiher wird getragen vom Kirchenladen "Momentum" - verantwortlich zeichnen Pastoralreferentin Ute Wagner und Diakon Oswald Jenni - in Kooperation mit dem Caritasverband. Die Stadt Neunkirchen unterstützt.