OB-Wahl : CDU nominiert Dirk Käsbach als OB-Kandidat

Am 26. Mai 2019 wird in Neunkirchen ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Die CDU schickt den 46-jährigen Dirk Käsbach ins Rennen.

Schon Mitte November hatte die Neunkircher CDU Dirk Käsbach als ihren Kandidaten für die Wahl des Oberbürgermeisters am 26. Mai vorgestellt. Mit der im saarländischen Kommunalwahlgesetz vorgeschriebenen Wahl durch die Vertreterversammlung des CDU-Stadtverbandes wurde der 46-jährige Rheinländer am Dienstagabend im Furpacher Karchersaal auch formell nominiert. Wenn auch nicht einstimmig, so fiel das Votum doch eindeutig aus, denn 33 von 34 Stimmberechtigten befürworteten die Kandidatur des Diplom-Verwaltungswirts. Für dieses Ergebnis gab es Blumen und viel Beifall. „Weil mich noch nicht alle kennen“, hatte sich Käsbach vor der Abstimmung in einer kurzen Rede vorgestellt, Persönliches von sich preisgegeben, seinen beruflichen Werdegang geschildert und in einem Fünfpunkteprogramm Schwerpunkte seiner Tätigkeit als möglicher Verwaltungschef im Neunkircher Rathaus dargelegt.

Zu seinen Leitsätzen gehört unter anderem, dass Politik und Verwaltung stets der Bevölkerung dienen müssen. Integration und Ehrenamt sind für den CDU-Kandidaten wichtige Themen und auch das Engagement der älteren Generation ist für ihn von großer Bedeutung. „Ganz wichtig ist es, mit den vorhandenen Ressourcen in der Stadt verantwortungsbewusst umzugehen“, nannte Käsbach einen weiteren Grundsatz seiner angestrebten Tätigkeit. Er äußerte sich im Gespräch auch zu seiner Kandidatur.

„Ehrlich gesagt, war ich über die Anfrage aus Neunkirchen zunächst auch ein wenig überrascht“, gestand der Kämmerer der Stadt Königswinter ein, aber als sich selbst die beiden Ministerpräsidenten des Saarlandes und von Nordrhein-Westfalen eingeschaltet hätten, sei sein Entschluss schon sehr bald gereift. Aber letzten Endes sei noch eine dritte Person ins Spiel gekommen, „denn eine ganz wichtige Rolle bei meiner Entscheidung hat auch meine Lebensgefährtin gespielt“, merkte der OB-Kandidat an.

Und der Rheinländer ließ auch keinen Zweifel daran, dass es keineswegs ein Fehler sein müsse, wenn man als Auswärtiger für das Amt des Oberbürgermeisters in Neunkirchen kandidiere.

Schon vor der Abstimmung hatte Karl Albert deutlich gemacht, dass man den richtigen Kandidaten nominiert habe. „Er kann es, er macht es und er will es“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat unter dem Beifall der Delegierten.

Zu denen gehörte auch Ministerpräsident Tobias Hans als einer von 37 gewählten Vertretern aus den sechs CDU-Ortsverbänden der Stadt. „In einem fulminanten Grußwort“, so bezeichnete es der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Henrik Eitel, pries der Regierungschef aus Münchwies die Vorzüge des Saarlandes in vielen Bereichen, würdigte den kürzlich verabschiedeten Saarlandpakt als wichtige Errungenschaft, „die noch mal richtig Lust auf Kommunalpolitik macht“ und nannte die Zielsetzung der CDU bei den bevorstehenden Kommunalwahlen. Es genüge nicht, ein oder zwei Prozent zuzulegen, meinte Hans und fügte hinzu: „Absolute CDU-Mehrheiten sind auch in ehemaligen SPD-Hochburgen möglich. Doch das geht nur mit einem guten Kandidaten und den haben wir mit Dirk Käsbach gefunden.“ Vor der Abstimmung über dessen Kandidatur hatte der CDU-Stadtverband in geheimer Wahl seine Bewerber auf den Spitzenplätzen der Gebiets- und Bereichsliste für die Stadtrats- und Kreistagswahlen aufgestellt.