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Bürger-Engagement soll 2013 in Ottweiler noch gestärkt werden

Rund 400 Gäste nahmen am ersten Neujahrsempfang mit Bürgermeister Holger Schäfer im Schlosstheater teil. Foto: Thomas Seeber
Rund 400 Gäste nahmen am ersten Neujahrsempfang mit Bürgermeister Holger Schäfer im Schlosstheater teil. Foto: Thomas Seeber
Ottweiler. Nach exakt 103 Tagen im Amt begrüßte Holger Schäfer am Freitagabend erstmals in seiner Funktion als Bürgermeister zum Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler. Rund 400 Gäste waren im Schlosstheater erschienen, darunter vor allem Vertreter der Kommunalpolitik und des ansässigen Gewerbes, von Vereinen und Verbänden, Polizei, Feuerwehr, Schulen und der Kirche

Ottweiler. Nach exakt 103 Tagen im Amt begrüßte Holger Schäfer am Freitagabend erstmals in seiner Funktion als Bürgermeister zum Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler. Rund 400 Gäste waren im Schlosstheater erschienen, darunter vor allem Vertreter der Kommunalpolitik und des ansässigen Gewerbes, von Vereinen und Verbänden, Polizei, Feuerwehr, Schulen und der Kirche. Um die festlich dekorierten Stehtische herum gesellte man sich zu kleinen Gruppen zusammen und verfolgte aufmerksam die erste Neujahrsrede des Bürgermeisters.



Dieser freute sich vor allem darüber, dass er die Rede überhaupt halten konnte: "Der Maya-Kalender hatte mir doch etwas Sorge bereitet", meinte er augenzwinkernd. In einem Resümee zum vergangenen Jahr ging er besonders auf für Ottweiler bedeutsame Ereignisse ein, darunter die Inbetriebnahme des Solarparks in Mainzweiler, die Sanierung des Geschäftszentrums Wilhelm-Heinrich-Straße und den Beginn am "lang ersehnten Augassen-Durchstich". Gemeinsam erinnerte man sich auch an die Einweihung des Mountainbike-Flowtrails, die Eröffnung des Bäckerei-Museums und die Gründung einer Energiegenossenschaft in Fürth.

Im neuen Jahr müsse man sich vor allem mit dem Bahnhofsgebäude und dessen Vorplatz beschäftigen, kündigte Schäfer an, außerdem mit technischen Modernisierungen im Schlosstheater. Generell sei es ihm wichtig, das Bürger-Engagement zu stärken: "Ich habe vor, einen Vereinstisch einzuberufen, außerdem einen Bildungstisch mit allen örtlichen Trägern. Auch eine Interessengemeinschaft Pro Ottweiler könnte ich mir vorstellen." Trotz Schuldenbremse solle sich Ottweiler zu einer lebenswerten Generationen- und Gesundheitsstadt entwickeln, in der sich Kinder und Familien wohlfühlen und in der Tourismus, Gewerbe und Kultur willkommen sind.

Nach der kurzweiligen Rede leitete das Instrumentalensemble Let's make music des Ottweiler Gymnasiums unter Leitung von Christine Novak-Backes zum inoffiziellen Teil des Abends über. Zu "Libertango", "La valse d'Amélie" und "Tango pour Claude" begannen die Gäste umherzuschlendern und bemerkten, dass draußen der Regen, wie zur Feier des Abends, in Schnee übergegangen war. Zwischen den festlich gekleideten Personen wuselten in bunt leuchtenden Kostümen die Sternsinger umher, die zu Beginn des Abends mit einem Gedicht erfreut hatten. Heraus stach außerdem die Reichsgräfin Catharina (Brigitte Meister): In goldroter Robe und Reiterjäckchen fächerte sie sich in Konversationen vertieft Luft zu. "Für 2013 wünsche ich Ottweiler, dass viele Touristen mit uns historischen Figuren die schönen und romantischen Ecken der Stadt kennenlernen", sagte sie gegenüber der SZ.

Wie der Bürgermeister und die Gräfin schauen auch viele andere Gäste des Neujahrsempfangs optimistisch in die Zukunft und haben für die Stadt lauter gute Wünsche parat. Der ehemalige Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle wünscht allen Bürgern "Gesundheit, Glück und Zufriedenheit". Besonders freue er sich, dass der Betzelhübelturm, eine seiner Herzensangelegenheiten, im neuen Jahr eingeweiht werden könne. Frank Pampa, Ortsvorsteher von Ottweiler-Zentral meinte: "Ich hoffe, dass es uns 2013 gelingt, die Wilhelm-Heinrich-Straße weiter zu verschönern und zu beleben - vielleicht sogar als eine Art Hochzeitsallee." Nach ihrem gelungenen Auftritt schlossen sich auch die Schüler vom Instrumentalensemble der Feier an. Tabea Knerner und Carolin Schneider, beide 16 Jahre alt, waren sich einig: "Wir wünschen Ottweiler im neuen Jahr ganz viel Kultur von und für Jugendliche, so wie beim Theaterfestival Spielstark und dem Straßenmusikfestival."ani