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Hintergrund-Informationen
Briefe ans Bergamt bis 15. Januar

Kreis Neunkirchen. (sl) Der Bergbaukonzern RAG stellte  Ende August  2017 beim Oberbergamt in Reden  den  Antrag, die Gruben  Duhamel (Ensdorf) und Reden (Schiffweiler)  bis  auf  - 320 Meter NN (unter dem Meeresspiegel)  vollaufen zu lassen. Ab 383 Metern unter NN besteht eine hydraulische Verbindung zwischen den so genannten  Wasserprovinzen Reden und Duhamel. Betroffen von dem Vorhaben wären rund 600 000 Saarländer in 30 Kommunen. Noch bis 15. Januar kann jeder Bürger, der durch das Vorhaben betroffen sein könnte, Bedenken beim Oberbergamt  in Reden, das dem saarländischen Wirtschaftsministerium unterstellt ist, vorbringen.  Musterbriefe  für die Einwendungen beim Oberbergamt sind unter anderem  im Internet auf Seite von Gemeinden, Parteien und Interessenvertertungen  zu finden.  Im zweiten Schritt des RAG-Vorhabens soll das Wasser auf 190 Meter über Null ansteigen und in die Saar fließen. Dafür ist aber noch kein Antrag gestellt. Von Solveig Lenz-Engel

(sl) Der Bergbaukonzern RAG stellte  Ende August  2017 beim Oberbergamt  in Reden  den  Antrag, die Gruben  Duhamel (Ensdorf) und Reden (Schiffweiler)  bis  auf  - 320 Meter NN (unter dem Meeresspiegel)  vollaufen zu lassen. Ab 383 Metern unter NN besteht eine hydraulische Verbindung zwischen den so genannten  Wasserprovinzen Reden und Duhamel. Betroffen von dem Vorhaben wären rund 600 000 Saarländer in 30 Kommunen. Noch bis 15. Januar kann jeder Bürger, der durch das Vorhaben betroffen sein könnte, Bedenken beim Oberbergamt  in Reden, das dem saarländischen Wirtschaftsministerium unterstellt ist, vorbringen.  Musterbriefe  für die Einwendungen beim Oberbergamt sind unter anderem  im Internet auf Seite von Gemeinden, Parteien und Interessenvertertungen  zu finden.  Im zweiten Schritt des RAG-Vorhabens soll das Wasser auf 190 Meter über Null ansteigen und in die Saar fließen. Dafür ist aber noch kein Antrag gestellt.


Der Illinger Bürgermeister Dr. Armin König hat kürzlich die Volksinitiative  „Wasser ist Leben – Saar-Heimat-schützen – Grubenflutung stoppen“ angestoßen.   Kommen 5000 Unterschriften zusammen, muss sich der Landtag  mit dem Thema befassen. Die Online-Petition des Landesverbandes der Bergbaubetroffenen IGAB Saar  sammelt auch Unterschriften.  Auch die  IGAB will erreichen, dass sich der Landtag mit der Grubenflutung  auseinandersetzt.  Gegen-Grubenflutungs-Unterschriften können noch bis 14. Juni abgegeben werden.