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Neues Gehege
Brandneues Zuhause für Kati und Lionel

 Seildurchschnitt zur Eröffnung des Streifenhyänen-Geheges mitten im Schneetreiben: von links Bürgermeister Jörg Aumann (Aufsichtsratsvorsitzender), Pascal Koch (Stellvertretender Geschäftsführer Neunkircher Zoo), Markus Groß (Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Neunkircher Zoos), Britta Hennigs (Presse und Öffentlicharbeit Nabu), Oberbürgermeister Jürgen Fried und Zoodirektor Norbert Fritsch.
 Seildurchschnitt zur Eröffnung des Streifenhyänen-Geheges mitten im Schneetreiben: von links Bürgermeister Jörg Aumann (Aufsichtsratsvorsitzender), Pascal Koch (Stellvertretender Geschäftsführer Neunkircher Zoo), Markus Groß (Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Neunkircher Zoos), Britta Hennigs (Presse und Öffentlicharbeit Nabu), Oberbürgermeister Jürgen Fried und Zoodirektor Norbert Fritsch. FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Im Neunkircher Zoo wurde das Streifenhyänen-Gehege seiner Bestimmung übergeben. Von Jörg Gustav Jacobi-Vogelgesang

So hätte man sich das eigentlich nicht vorgestellt. Und auch Hyänenmann Lionel mag sich wohl gedacht haben: „Ja bin ich denn auf dem Kilimandscharo gelandet?“. Denn exakt zur Eröffnung des neuen Streifenhyänen-Geheges im Neunkircher Zoo fing es dickflockig an zu schneien. Da blieb Lionel lieber in seinem Häuschen und streckte nur zaghaft den Kopf heraus während der offiziellen Zeremonie. Den Seildurchschnitt im Schneetreiben nahmen Bürgermeister Jörg Aumann (Aufsichtsratsvorsitzender), Pascal Koch (Stellvertretender Geschäftsführer Neunkircher Zoo), Markus Groß (Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Neunkircher Zoos), Britta Hennigs (Presse und Öffentlichkeitsarbeit Nabu), Oberbürgermeister Jürgen Fried und Zoodirektor Norbert Fritsch.


In knapp zehn Monaten hatte man das neue Gehege erstellt. Viel Eigenleistung von Seiten des Zooteams ist darin eingeflossen. Eine Spende von 35 000 Euro vom Verein zur Förderung des Neunkircher Zoos - Zooverein, die dessen Vorsitzender Markus Groß symbolische übergab, hatte es möglich gemacht. „Mit dem Streifenhyänenreservat werden wir die Anziehungskraft des Zoos sicher noch steigern können“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Fried. Der Neunkircher Zoo ist nun einer von fünf deutschen Zoos, in denen die Tiere - die als einzige Hyänen-Art sowohl in Afrika als auch in Asien vorkommen - leben. Ein Jahr hat die 14-jährige Kati bereits im Neunkircher Zoo gelebt, sozusagen als Untermieterin im Bärengehege.

Vor einigen Monaten bereits hatte Zoopädagoge Christian Andres angekündigt, dass man das neue Gehege bereits im Frühjahr noch vor Ostern eröffnen wolle. Und rechtzeitig zum neuen Gehege ist auch der damals für Kati angekündigte Mann angekommen. Lionel ist einige Jahre jünger, nämlich acht, und ist vergangene Woche aus dem Zoo Belfast angereist. Das European Ex-Situ Programm (EEP) zur Arterhaltung hat ihn als Parnter für die aus Amnéville stammende Kati ausgesucht. Er durfte nun als erster ins Gehege, Kati zieht in den nächsten Wochen nach. Sie muss sich dann erst langsam an ihren neuen 40 Kilo schweren Partner gewöhnen. „Wir sind alle stolz darauf, dass das Streifenhyänenpärchen Kati und Lionel in Neunkirchen ein neues Zuhause findet und sich ganz bestimmt hier sehr wohl fühlen wird“, sagte Groß am Donnerstag bei der Eröffnung.  



Der Neunkircher Zoo ist Partner in einem in Situ-Schutzprojekt für Streifenhyänen in Tadschikistan, das unter anderem auch vom Nabu Deutschland unterstützt wird. Fritsch wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass wissenschaftliche Zoos nicht nur einen Beitrag zum Arterhalt zahlreicher Tierarten beitragen, sondern auch intensiv Forschungs- und Artenschutzaktivitäten im Freiland unterstützten. Und Aumann ergänzte: „Mit dem Streifenhyänenreservat erfüllen wir auch unseren Bildungsauftrag.“ Schließlich gibt es eine nachgebaute Ausgrabungsstätte mit einem Schädelabguss einer Ur-Riesenhyäne zu sehen. Kati und Lionel können die Besucher über eine vier Quadratmeter große Sicherheitsglasscheibe beobachten, direkt an einem Wasserbecken und einem Bambuswald.

Geöffnet ist der Zoo ab sofort von 8.30 bis 18 Uhr, Kassenschlus und letzter Einlass um 17 Uhr