Borussias 4:0 gegen Ludwigshafen als Motivation für Morlautern

Borussias 4:0 gegen Ludwigshafen als Motivation für Morlautern

Fußball-Oberligist Borussia Neunkirchen hat am Mittwoch gegen den FC Ludwigshafen ein Feuerwerk abgebrannt. Im Speziellen auch Markus Schmitt, der an allen vier Treffern beteiligt war. Morgen ist die Borussia wieder am Ball.

Mit einem 7:3-Sieg hätte Valentin Valtchev auch leben können. Lieber ist ihm allerdings der 4:0-Erfolg, den sein Team am Mittwochabend vor 378 Zuschauern im Ellenfeldstadion eingefahren hat. Der Trainer des Fußball-Oberligisten Borussia Neunkirchen freut sich so oder so über die Offensivstärke, die sein Team auch gegen den FC Ludwigshafen wieder an den Tag gelegt hat. Nach einem eher durchwachsenen Start hat die Borussia nach sechs Spielen zehn Punkte und 18:12 Tore auf dem Konto. Am Samstag sollen ab 15.30 Uhr beim SV Morlautern weitere Zähler und Tore hinzukommen.

Schmitt der Mann des Spiels

"Er war heute einfach sensationell", lobte Valtchev den Mann des Spiels Markus Schmitt, der an allen Treffern beteiligt war. Zwei erzielte er dabei selbst. Ins Herz der Zuschauer muss er sich nicht mehr spielen. Die lieben ihn schon. "Bei mir ist das immer nur Kopfsache, ob es ein gutes oder schlechtes Spiel gibt. Wenn ich im Kopf frei bin, klappt einiges. Und ich bin wieder schmerzfrei - jetzt kann es richtig losgehen", sagte Schmitt, der an Oberschenkelproblemen laborierte.

Das 1:0 und 2:0 liefen nahezu identisch ab: Nach einem Pass in die Schnittstelle startete Schmitt durch und legte quer auf Moussa Dansoko, der das Runde aus der zweiten Reihe ins Eckige beförderte. Einmal in der 18. und einmal in der 38. Minute. Nach der Pause legte Schmitt dann in der 71. und 73. nach: Beim 4:0 dribbelte sich der 24-Jährige durch fast die gesamte gegnerische Mannschaft inklusive Torwart und schloss zum Endstand ab.

"Das war generell ein sehr gutes Oberligaspiel, bei dem sich beide Mannschaften viele Torchancen erspielten. Es hätte auch 7:3 für uns ausgehen können", fasste Valtchev zusammen. Das sah auch Markus Schmitt so: "Es war ein offener Schlagabtausch. Wir waren ein bisschen unkonzentriert. Das hat Ludwigshafen aber nicht genutzt. Stattdessen haben wir unsere Dinger reingemacht." Wie es zu der Kehrtwende nach deutlichen Niederlagen mit dem 3:6 in Mainz und beim 0:3 in Karbach kommen konnte, kann er sich nur so erklären: "Wenn jedes Glied in das andere greift, dann sind wir eines der kompaktesten Teams der Liga."

Zwei-Meter-Mann Haag

Valtchev erhofft sich nun etwas Ruhe. Die Erfolge sollen nicht überdecken, dass er und sein Team noch einiges an Arbeit vor sich hätten. Zum Beispiel in Morlautern: "Erste Spiele gegen Aufsteiger sind immer schwer", sagt Valtchev, der den Gegner beobachtete: "Morlautern hat eine körperlich und kämpferisch starke Mannschaft, die vor allem bei Standards und Flanken von den schnellen Außen gefährlich ist. Und in der Mitte haben sie den kopfballstarken Zwei-Meter-Mann Daniel Haag."