1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Borussia taumelt dem Abstieg entgegen

Borussia taumelt dem Abstieg entgegen

Nach der 1:3-Niederlage gegen Saar 05 Saarbrücken sieht es düster aus für den Neunkircher Traditionsverein.

Das Bangen hat ein Ende. Der SV Saar 05 Saarbrücken hat am Samstag dank eines 3:1 (0:0)-Sieges im Saarland-Derby gegen Borussia Neunkirchen den Klassenverbleib in der Fußball-Oberliga geschafft. "Gott sei Dank", lachte auch ein erleichterter Alexander Schmieden. Nach anfänglichem Abtasten hatte Saar 05 mehr vom Spiel, Neunkirchen tat sich schwer, gefährlich vor das Saarbrücker Tor zu kommen. "Hier ist niemand bei 100 Prozent, wir bringen einfach die Klasse nicht, die wir haben", monierte Borussia-Torwart Philippe Persch.

Nur nach 18 Minuten, bei einem Freistoß von Jannik Schliesing aus 25 Metern musste Saar-Keeper Marc Birkenbach eingreifen. Den Freistoß lenkte er mit der Hand über die Latte. Die beste Chance der ersten Halbzeit für die Gastgeber hatte Lars Anton. Er scheiterte an Persch.

Nach dem Seitenwechsel fand Neunkirchen ein wenig besser ins Spiel, doch Saarbrücken startete im richtigen Moment einen Sturmlauf. Die erste Großchance hatte Johannes Britz nach Zuspiel von Leoluca Diefenbach. Persch verkürzte und wehrte den Schuss ab. Den folgenden Einwurf konnte Neunkirchen nicht klären. Den zu kurzen Klärungsversuch nahm Athanasios Noutsos an der Strafraumgrenze direkt. Er traf den Ball nicht richtig, der wurde dadurch aber zum unhaltbaren Aufsetzer. 1:0 nach 61 Minuten.

Danach belagerte Saarbrücken den Neunkircher Strafraum. Gerade als die Borussen den Ball vermeintlich geklärt hatten, hämmerte Armend Haliti das Spielgerät aus fast 40 Metern zum 2:0 in die Maschen des Neunkircher Kastens. Traumtor! Er hätte in der 70. Minute auch das 3:0 machen können, scheiterte aber am stark reagierenden Persch. Der schaltete dann blitzschnell um und leitete mit einem weiten Abwurf auf Yannick Bach den Anschlusstreffer ein. Bach trieb den Ball über die linke Seite bis tief in die gegnerische Hälfte und bediente Erik Tuttobene perfekt im Strafraum, der die Hereingabe zum Anschluss mit dem Fuß zum 1:2 verwertete. Das Aufbäumen blieb aber eine Momentaufnahme. Alexander Schmieden begrub die Hoffnungen der Gäste nach 85 Minuten. "Drei Viertel der Leute sind nicht fit. Uns fehlte einfach der Biss", kritisierte der Neunkircher Torhüter, der an diesem Tag bester Spieler seiner Mannschaft war.

Für die Borussen sieht es düster aus. Bei aktuell sechs Punkten Rückstand auf Relegationsrang 14 müssen sie in den verbleibenden drei Spielen gegen den FV Diefflen, den TuS Mechtersheim und den FSV Salmrohr mindestens zwei Siege einfahren. Persch betont: "Solange es theoretisch möglich ist, glaube ich dran."

www.borussia-neunkirchen.de