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Borussen können warm duschen

Neunkirchen. Vor dem Heimspiel gegen Saar 05 gibt es bei Borussia Neunkirchen positive Nachrichten: Einige Menschen engagieren sich wieder intensiv. Angesichts der Turbulenzen wird es für die Mannschaft darauf ankommen, sich nicht von den Begleitumständen ablenken zu lassen. Sebastian Zenner

Dass die Fußballer von Borussia Neunkirchen und dem SV Saar 05 nach ihrem Duell an diesem Samstag warm duschen können, war bis vor Kurzem unsicher. Beim Gastgeber im Neunkircher Ellenfeldstadion wäre es wegen großer Zahlungs-Rückstände bei seinem Energieversorger fast zur Abschaltung von Strom und Wasser gekommen. Vor dem Derby, das um 14.30 Uhr angepfiffen wird, konnte dies jedoch verhindert werden.

Einige Menschen engagieren sich wieder intensiv für die Borussia - spätestens seit Bekanntwerden der prekären finanziellen Situation im Rahmen einer Mitgliederversammlung Anfang der Woche (wir berichteten). Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Giuseppe Ferraro und anderer Funktionsträger hoffen die Fans und das Vereinsumfeld täglich auf positive Nachrichten beim Traditionsverein. Die Spieler, die demnächst erste Nachzahlungen der ausstehenden Monatsgehälter von Januar und Februar erhalten sollen, wollen den - zumindest sportlichen - Abstieg bestmöglich verhindern.

"Die Stimmung ist nicht schlecht. Natürlich sind es turbulente Zeiten, in denen man erfährt, dass der Vorsitzende aufhört. Trotzdem haben wir ihm viel zu verdanken", sagt Führungsspieler Armend Haliti, der nach überstandener Hüftverletzung wieder im Mannschaftstraining steht.

"Nicht wegen der Kohle"

Haliti ergänzt: "Damit, dass man mal zwei, drei Monate lang kein Geld bekommt, muss man als Fußballer rechnen. Dafür braucht man Verständnis. Und ich gehe immer noch als Fußballer auf den Platz, weil mir das Spiel Spaß macht und nicht wegen der Kohle." Das sehen wohl auch seine Mitspieler so. Jedenfalls waren alle fitten Spieler in den vergangenen Wochen im Training, keiner von ihnen fehlte wegen der ausstehenden Zahlungen.

Auch Trainer Daniel Paulus versucht, sich von den Begleitumständen so wenig wie möglich beeinflussen zu lassen: "Wir bereiten uns ganz normal auf das Spiel vor. Und da treffen wir auf eine sehr gute Mannschaft, die vor allem über den Zusammenhalt funktioniert", lenkt Paulus den Blick auf den kommenden Gegner.

Von Äußerungen der letzten Tage, die Mannschaft sei die "teuerste" (Ferraro) und "stärkste der Liga" (Sportvorstand Horst Klein) will sich der Trainer nicht unter Druck setzen lassen: "Die Tabelle lügt nicht, mehr möchte ich dazu eigentlich nicht sagen." Paulus will zudem den "Schulterschluss mit den Fans", für die der Ex-Fanbeauftragte Nicky Kassner zur Aktion "1000+" aufgerufen hat. Unter dem Motto "Alte Liebe lebt", an der sich zahlreiche aktuelle und ehemalige Spieler, Fans und Freunde der Borussia im Internet beteiligen, will Kassner mehr als 1000 Zuschauer ins Stadion locken und zu Spenden für den Club motivieren.