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Beste Bedingungen für Teufelinnen und Schneemänner

Beste Bedingungen für Teufelinnen und Schneemänner

Stennweiler. Jetzt haben sie es geschafft, die Stennwella Faaseboze. Sie werden künftig als der kleinste Fastnachtsumzug der Welt im Guinessbuch der Rekorde geführt

Stennweiler. Jetzt haben sie es geschafft, die Stennwella Faaseboze. Sie werden künftig als der kleinste Fastnachtsumzug der Welt im Guinessbuch der Rekorde geführt. Emil Mieger, Einpeitscher und Motivator bei allen karnevalistischen Aktivitäten der letzten Jahre zwischen Kipp und Klopp, den höchsten Erhebungen im sowieso hoch über Schiffweiler thronenden Dorf: "Das ist ein Erfolg für unser kleines Bergvolk. Vor zirka 40 Jahren fand der erste Umzug statt. Bestätigt hat das eine 56-jährige Dame. Sie marschierte damals damals beim Rosenverein mit. 16 war sie und ein wirklich süßer Fratz."

De Emil strahlte ob der farbenprächtigen Kostümierung der weit über 300 Akteure und insgesamt 17 Gruppen, die sich teils schon seit Jahrzehnten immer wieder engagieren, nähen, anproben und schminken, um ihren kleinen Ort im närrischsten Licht erstrahlen zu lassen. Dazu gehört der Rosenverein, diesmal als Glück bringende Schornsteinfeger. Oder die Rosenmontagsinitiative, die den Umzug lange organisierte und nun eine attraktive Straßenkatzen-Meute ins Rennen um die schönsten Kostüme schickte.

Wie immer höchst originell die Schwellkopp-Clowns der TTV-Tischtennis-Abteilung. Und natürlich die Buben und Mädchen der Kindertagesstätte. Angeführt wurden die kleinen Piraten von einer richtigen Königin und einem waschechten Seeungeheuer. Keine Angst zu haben, dass sie vorzeitig dahin schmelzen würden, brauchten die Nabu-Schneemänner. Aber ein mancher bekennender Strauße aus Schiffweiler, ein für Heimat, Brauchtum und Zukunft einstehender Verein, trug unter dem gelben T-Shirt Mieder und Sloggie-Longlong. Denn es war eiskalt am gestrigen Nachmittag.

Feurig daher kamen die heißen Teufelinnen des Akropolis-Damenstammtischs. Ebenso Schneewittchen und mindestens 20 sie umschwirrende Zwerge. Sie repräsentierten den Sportverein. Als Fliegenpilze hatten sich Irene Christmanns Frauen und Männer verkleidet. Originell die in Schachteln vorgeführten Stickmanns von Andreas Müller.

Dass sich die Bewohner des Neubaugebietes In den Heiligen Gärten, sofern sie nicht Stennweiler Eigengewächse sind, in ihrem Dorf pudelwohl fühlen, dass zeigten sie in bunten Kostümen und fruchtigen Aufbauten.

Angeführt vom Fanfarenzug Heusweiler-Dilsburg begaben sich auch die Repräsentanten vieler befreundeter Vereine, die zu Besuch waren, auf die 1,5 Kilometer lange Strecke. Dabei waren das Heiligenwalder Prinzenpaar, die Garden der Elleretze, die Biene-Maja-Hexen des HCV Die Flitsch, Venezianerinnen des KKV Landsweiler-Reden, das Knausekäpp-Prinzenpaar aus Wemmetsweiler und die Tollitäten des KV "So war noch nix 1847" Ottweiler. Organisiert hatten diesen Guiness-Rekord-Umzug Jutta Pirron-Sell, Daniel Maurer und Rolf Sell. rp