| 19:08 Uhr

Bereicherung des sportlichen Lebens

Die Jugendspieler des FC Furpach testeten den neuen Kunstrasen. Pfarrer Jochen Gabriel (hinten links) segnete den Platz. Stefan und Günther Kunz (hinten Mitte) waren Gäste. Foto: Jörg Jacobi
Die Jugendspieler des FC Furpach testeten den neuen Kunstrasen. Pfarrer Jochen Gabriel (hinten links) segnete den Platz. Stefan und Günther Kunz (hinten Mitte) waren Gäste. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
Furpach. Seit 70 Jahren betreibt der SV Furpach erfolgreiche Jugendarbeit. Mit dem neuen Kunstrasenplatz fühlen sich die Verantwortlichen auf den Ansturm neuer Nachwuchskicker bestens vorbereitet. Heinz Bier

Als der SV Furpach am Samstag seinen neu gestalteten Kunstrasenplatz im Ensinger Sportpark einweihte, hätte man dem Verein und allen Besuchern besseres Wetter gewünscht. Stattdessen regnete es während des gesamten offiziellen Teils Bindfäden. "Wir freuen uns, dass sie trotzdem alle da sind", meinte SVF-Vorsitzender Gerd Schley, ehe er die Notwendigkeit der Maßnahme begründete und auf die Aktivitäten des Vereins in den letzten zwölf Monaten bis zur Fertigstellung einging.



Nachdem der SV Furpach im Jahr 2000 als erster Sportverein im Stadtbereich Neunkirchen seinen Tennenplatz am Kreuzbergring in einen Kunstrasenplatz umgebaut hatte, wurde der Platz bis heute von allen Mannschaften des Vereins intensiv genutzt. "Rund 2000 Stunden im Jahr wurde die Anlage beansprucht", erklärte Schley und sagte weiter: "Der Spielbetrieb wurde zuletzt immer schwieriger und die Verletzungsgefahr immer größer." Nach fast einjähriger Planungs- und Genehmigungszeit, in der auch die Finanzierung sichergestellt werden musste, wurde im Juni mit den Arbeiten begonnen. "Der Weg war nicht so einfach und es war nicht immer ganz klar, wie es weitergeht", erinnerte der Vorsitzende an manche Stresssituation für die Verantwortlichen im letzten Jahr. Dank der Unterstützung durch das Land, die Stadt Neunkirchen und die Sportplanungskommission, aber auch durch Freunde und Gönner des Vereins, sei die Maßnahme mit einem Volumen von rund 230 000 Euro aber zu realisieren gewesen, sagte Schley. Sein Dank galt auch der ausführenden Firma Polytan mit ihrem Projektleiter Patrick Anschütz, die die Arbeiten in der Rekordzeit von nur drei Wochen erledigt hatte. "Das verdient Respekt und Anerkennung", lobte Gerd Schley die reibungslose Abwicklung.

Nach seiner Ansicht ist der neue Platz "eine Bereicherung des sportlichen Lebens in Neunkirchen und insbesondere in unserem Stadtteil".

Eines war dem ehemaligen Bundesligafußballer von Borussia Neunkirchen besonders wichtig: "Der SV Furpach betreibt seit 70 Jahren eine erfolgreiche Jugendarbeit ", stellte er heraus und fügte hinzu: " Nun sind wir auf den Ansturm neuer Jugendkicker bestens vorbereitet". Als Vorsitzender des Landessportverbandes für das Saarland (LSVS), überbrachte Klaus Meiser auch die Grüße der Sportplanungskommission. Er wertete die neue Anlage als "Segen für das sportliche Leben in Neunkirchen und gute Voraussetzung für die sportliche Weiterentwicklung des SV Furpach ". Die städtische Sportsachbearbeiterin Sabine Pfiffi lobte die Vorreiterrolle des SV Furpach vor 16 Jahren beim Bau von Kunstrasenplätzen in Neunkirchen und für den Kreisbeigeordneten Gerd Rainer Weber ("ich bin selbst ein Furpacher Bub") ist "das Projekt eine ganz tolle Sache". Die Grüße des Saarländischen Fußballverbandes überbrachte Günter Brabänder und für den Neunkircher Sportverband trat die stellvertretende Vorsitzende Astrid Maßing ans Mikrofon.

Nach weiteren Grußworten erteilte Pfarrer Jochen Gabriel der neuen Anlage den geistlichen Segen. Sein Wunsch: "Bei allem sportlichen Wettstreit mögen der richtige Umgang untereinander und der Fairplay-Gedanke auf der Anlage immer vorherrschen". Für den sportlichen Part auf dem neuen Kunstrasen sorgten während der Einweihungsfeier die Nachwuchskicker des SV Furpach mit ihren Trainern. Schlusspunkt der Einweihung war die Würdigung von vier verdienten Vereinsmitarbeitern durch den Vorsitzenden (siehe oben weiterer Bericht). Im Rahmen der Einweihung seines Kunstrasenplatzes am Samstag bedankte sich der SV Furpach bei vier Vereinsmitgliedern für besonderes ehrenamtliches Engagement. Vorsitzender Gerd Schley würdigte den jahrzehntelangen Einsatz von Karl Wiederhold, der seit 40 Jahren auf dem Sportplatz am Kreuzbergring und heutigen Ensinger-Sportpark als Platzwart tätig ist. Der Dank des Vereinschefs galt ebenso Jörg Karge, "der als Allrounder seit fünf Jahren auf der Anlage arbeitet", wie es Schley formulierte. Lob und Anerkennung gab es auch für Werner Rubly. "Er war schon beim ersten Umbau vor 16 Jahren die tragende Säule und war auch jetzt wieder sofort bereit, die technische Bauleitung zu übernehmen", würdigte Schley dessen Einsatz für den Verein. Letzter Programmpunkt der offiziellen Einweihungsfeier war die Verabschiedung von Daniel Dinger, der nach drei Jahren als Trainer beim SV Furpach seine Tätigkeit aus beruflichen und familiären Gründen beendet hat.