Beim Historischen Verein geht es um die Oberschmelz

Historischer Verein Stadt Neunkirchen : Im Oktober geht es um die Oberschmelz

Der nächste Vortrag beim Historischen Verein Stadt Neunkirchen findet am Donnerstag, 10. Oktober, statt. Dabei geht es um die Oberschmelz. Durch Erlass des Fürsten Heinrich von Nassau-Saarbrücken vom 11. Juni 1749 wurde dem Pächter des Neunkircher Eisenwerkes Herrn Stockum gestattet, am Hasselbacher Weiher bei Sinnerthal eine zweite Schmelze zu erbauen.

Da sie am Bach oberhalb der alten Schmelze lag, aus der die Familie Stumm das Neunkircher Eisenwerk entwickelt, wurde sie obere Schmelze oder kurz Oberschmelz beziehungsweise eue Schmelze genannt.

Mit der wechselvollen Geschichte der Oberschmelz befasst sich der Vortrag von Günter Haab. Nachdem die obere Schmelze 1876 stillgelegt wurde, diente der Hochofen als Brennofen für das auf dem Gelände errichtete Zementwerk. Ein Reichslebensmittellager auf dem Gelände diente im Ersten Weltkrieg der Ernährung der Bevölkerung. 1919 wurden Notwohnungen errichtet. Ab Juni 1940 wurde ein Kriegsge-fangenenlager und ab April 1942 wurden neben dem Gefangenenlager Baracken für russische Zwangsarbeiter errichtet. Nach dem Krieg wurden die Baracken von ausgebombten Neunkirchern und von Flüchtlingen bewohnt. Die letzte dieser Baracken war bis in die 1980er Jahre bewohnt. Heute erinnert nichts mehr an das Lager Oberschmelz. Dort wo einst im Hochofen Roheisen erschmolzen wurde, fährt heute der Autofahrer durch einen Verkehrskreisel und wenn er in Richtung Sinnerthal fährt, mitten durch das frühere Zwangsarbeiterlager.

Der Vortrag von Günter Haab findet am Donnerstag, 10. Oktober, 19 Uhr, in den Räumen des Historischen Vereins Stadt Neunkirchen in der Irrgartenstraße 18 in Neunkirchen statt. Gäste sind willkommen und zahlen drei Euro Eintritt.

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