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Ortsrat Furpach
Beim Umbau der Kita in Furpach hakt es

 Die kunterbunten Fenster der Kita Furpach.
Die kunterbunten Fenster der Kita Furpach. FOTO: Willi Hiegel
Furpach. Im Ortsrat wurde über den Verlauf der Arbeiten informiert, die nicht so gut vorangehen, wie geplant. Von Anja Kernig

Unverhofft kommt oft – für Eckhard Straßburger und seine Kollegen vom Amt für Gebäudewirtschaft derzeit öfter, als ihnen lieb sein kann. So tauchte letztes Jahr beim Herausreißen der Trennwand in den Awo-Räumen des Wibilohauses unerwartet ein Sturz auf, was den Einbau der Behindertentoilette über Monate torpedierte. Ebenfalls zu erheblichen Bauverzögerungen kommt es in Hangard, wo sich die Giebelwand des in Umbau befindlichen Feuerwehrgerätehaues überraschend als nicht standsicher erwies und nun, statisch recht knifflig, neu gemauert werden muss.


Und jetzt hakt es also auch in Furpach, wie Straßburger bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates im Feuerwehrgerätehaus leicht konsterniert mitteilte. Dort wird die Kita im laufenden Betrieb umgebaut: „Darüber sind wir nicht so glücklich“, stellt es doch eine ziemlich große Belastung für die 75 Kinder plus Personal dar. Zwei der fünf Gruppen sind derzeit in den ehemaligen Gymnastikräumen im Untergeschoss der Turnhalle untergebracht. Dort hatte man zuvor Hand anlegen müssen, unter anderem an Beleuchtung und Treppenpodesten. Noch aus steht eine Zugangskontrolle per Kamera und Monitor, da es größere datenschutzrechtliche Hürden gibt. 15 000 Euro kosteten die Maßnahmen – für ein Provisorium, das nur ein halbes Jahr benötigt wird, merkte Ortsvorsteher Klaus Becker kritisch an.

Im Untergeschoss des Kindergartens, wo die neuen Gruppenräume entstehen sollen, zeigte sich beim Sanieren, dass der Putz hohl ist: „Da zieht die Feuchtigkeit die Wände hoch.“ Also gilt es zunächst, das Mauerwerk trocken zu legen. Was ausgeschrieben werden muss. Der im Nachhinein doch sehr optimistische Zeitplan ist nicht zu halten, ärgert sich Straßburger, hofft aber weiterhin, bis Ende des Jahres fertig zu sein. Ebenfalls verzögert sei der Start für den Anbau, der nun in der kommenden Woche beginnt. Dort hatte man nach einer lärmärmeren Bauvariante suchen müssen. Drei Wochen Presslufthammereinsatz wollte man jetzt doch niemanden mehr zumuten.



Kämmerer Pascal Eisele stellte dem Rat kurz und bündig den Haushalt 2019 vor, insbesondere das stadtteilbezogene, mittelfristige Investitionsprogramm plus Finanzplanung 2018 bis 2022. „Von unserer Prioritätenliste ist viel drin“, lobte der Ortsvorsteher. 1,5 Millionen stehen laut Eisele für investive Maßnahmen bereit, das Gesamtpaket aus nichtabgerufenen Geldern und Verpflichtungsermächtigungen für die Zukunft hat ein Volumen von knapp 3,3 Millionen Euro. Die mit Abstand größten Posten stellen die Grundschule und Kita Furpach dar. 220 000 Euro sind dieses Jahr für Baumaßnahmen in der Hirschberghalle eingestellt, für die Erschließung Stiller Winkel 170 000 Euro. Höchste Zeit wird es laut Becker für eine Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses Ludwigsthal. „Dort ziehen sich die Aktiven hinter den Autos in der Fahrzeughalle um“, Männlein wie Weiblein. Mit den 2019 bereitgestellten 25 000 Euro will man aktiv in die Planung eintreten, so Straßburger.

Auf Wunsch und Einladung des Ortsvorstehers stellten schließlich Petra Schmidt und Mona Ritter ihren zum 1. Februar neu gegründeten Einkaufservice „easy living“ vor. Gegen eine Gebühr besorgen die beiden Furpacherinnen die gewünschten Waren und liefern sie bis zur Wohnungstür. Der Ortsrat begrüße dieses Unternehmen, betonte Becker. Besteht doch aktuell nach Schließung des Lebensmittelmarktes Ruffing eine Versorgungslücke in Furpach, unter der insbesondere ältere Mitbürger leiden.