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Bei Starkregen Wasser im Keller

Wiebelskirchen. Das für die Ortsteile Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies zuständige Gremium thematisiert in seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien auch Themen wie den Jugendbeirat oder den Seniorentag in Münchwies, der ausfällt. Heinz Bier

In seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause hat sich der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies am Dienstag erneut mit der Regenwasserbehandlung im Bereich Landsweilerstraße/Im Brühlgraben befasst. Dort hatte die Stadt Neunkirchen vor zwei Jahren nach einer entsprechenden Forderung des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) mit großem Kostenaufwand ein Entlastungsbecken gebaut, das aber nicht zu der erhofften Entlastung der Anlieger geführt hat. Die haben bei Starkregen noch immer Wasser im Keller. "Wir waren bemüht, die Probleme zu lösen", erklärte Jörg Wilhelm, der Leiter des städtischen Abwasserwerks. Planungsfehler schloss Wilhelm aus, "denn die gesamten Planungen wurden vom Ministerium genehmigt". Um Abhilfe zu schaffen, wurde zwischenzeitlich zu dem neuen Becken das frühere Bauwerk wieder aktiviert, erklärte Wilhelm und sagte weiter: "Diese Situation ist genehmigungsfähig und könnte jetzt so bleiben". Er kündigte an, dass die Stadt den Geschädigten Unterstützung leiste, aber das sei kein Schuldeingeständnis für etwaige Fehler. Vorliegende Regressansprüche würden aber geprüft, kündigte der Chef des Abwasserwerks an. Ortsrat Dr. Andreas Spang (CDU ) reklamierte, dass offenbar die Planungen von der Stadt nicht hinreichend geprüft wurden.



Im weiteren Verlauf der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus Wiebelskirchen informierte Marita Ackermann über die Aufgaben und Ziele des städtischen Jugendbeirats. Die 20-jährige Vorsitzende erklärte, dass der Jugendbeirat aus 19 Personen besteht und einmal monatlich zusammentritt. Zu den Themen, um die sich der Beirat kümmert, gehören unter anderem die Schaffung und Gestaltung von Freizeitstätten , die Ausstattung von Schulen, das Mitwirken bei der Planung kultureller Veranstaltungen, die Kooperation mit dem Jugendcafé oder die Einrichtung eines Nachttaxis. Ortsvorsteher Rolf Altpeter informierte danach über die Seniorenfeier in Münchwies am 17. September in der Sport- und Kulturhalle, die vom Verein der Musikfreunde Münchwies und vom Shantychor der Marinekameradschaft Neunkirchen musikalisch umrahmt wird. Die Seniorenfeier in Hangard fällt mangels geeigneter Räumlichkeiten aus. Weiteres Thema der Sitzung war die Partnerschaft zwischen Hangard und Enchenberg. Hierzu verwies Ortsrat Karl Jung (CDU ) als Sprecher des Hangarder Partnerschaftsausschusses auf eine Gourmetwanderung in Hangard am 8. Oktober als nächste Aktivität. Zu Beginn hatte der Hausherr die Möglichkeit genutzt, einige Missstände im Bereich der Feuerwehr anzusprechen und Löschbezirksführer Stefan Falke nutzte die Gelegenheit, um sich Luft zu machen. Er reklamierte beispielsweise fehlende Fliesen an der Eingangstreppe des neu gestalteten Gerätehauses, die seit vier Jahren nicht angebracht wurden. Er sprach die Parksituation am Gerätehaus bei Spielen der Wiebelskircher Fußballer im benachbarten Rösen-Park an und beschwerte sich über mangelnde Informationen der Feuerwehr bei Tiefbaumaßnahmen im Ort. Besonders eklatant war es in den beiden letzten Wochen bei Kabelarbeiten durch den Ort, wo in Verkehrsspitzenzeiten das totale Verkehrschaos herrschte und die Wehrlaute bei einer Alarmierung keine Chance hatten, das Gerätehaus mit dem Auto zu erreichen. Ortsvorsteher Altpeter sicherte zu, alle Themen bei der Verwaltung anzusprechen.

Die Mitglieder aller drei Ortsratsfraktionen äußerten in der Sitzung ihren Unmut über das Erscheinungsbild in den drei Ortsteilen und warfen der Verwaltung vor, nicht ernsthaft auf Eingaben und Reklamationen aus dem Ortsrat zu reagieren.