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Bei Formation Goitse trifft Irish Folk auf Pop

Bei Formation Goitse trifft Irish Folk auf Pop

Am Ende waren viele Zuhörer vom schnellen Klatschen außer Atem: Die Formation Goitse gastierte mit ihrer Musik von der grünen Insel in Neunkirchens Stummscher Reithalle. Musikalisch war für Abwechslung gesorgt.

Auf eine Reise zur grünen Insel begaben sich die Besucher in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen . Die Formation Goitse brachte bei ihrem Konzert traditionelle irische Folk-Music auf die Bühne und vermischte diese hin und wieder mit Elementen aus moderner Popmusik.

"Heute dürft ihr klatschen, tanzen oder einfach nur feiern". Diese Erlaubnis erteilte Colm Phelan von Goitse den Zuhörern in der Reithalle. Die ließen sich nicht lumpen und klatschten im oft pfeilschnellen Rhythmus der Musik aus Irland mit.

Da sich Goitse nicht ausschließlich auf die Klänge aus ihrer Heimat beschränkten, war musikalisch auch für Abwechslung in der fast ausverkauften Reithalle gesorgt.

Zuweilen konnten die Zuhörer auch Töne vernehmen, die man eher aus dem Bluegrass- und Countrybereich kennt - hauptverantwortlich war hier James Harvey, der mit seinem Banjo für Begeisterung sorgte. Obwohl diese Stücke stets fernab von Irish-Folk-Gefilden begannen, endeten sie meist mit den abrupten Tempowechseln, die für die Musik von der grünen Insel so charakteristisch sind.

Auch Keyboard und Akkordeon waren bei den fünf Musikern vermehrt im Einsatz. Das war vor allem bei Stücken aus dem aktuellen Album des Quintetts, "Inspired by Chance", der Fall. Bei denen griff dann auch öfter Violinistin Áine McGeeney zum Mikrofon. Die studierte Sängerin sorgte dabei mit traurigen Balladen wie dem Titel "Belfast Love" für so manchen Gänsehautmoment.

Aber auch die schnellen, fröhlichen Folk-Nummern, bei denen stets die Violine den Ton angab, fand ihre Hörer in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen . Am Ende waren dann viele Konzertbesucher genauso außer Atem wie die fünf Musiker selbst - das permanente Klatschen im Rhythmus der Musik hatte einiges an Ausdauer gefordert. Gelohnt hatte sich der Besuch bei dem Quintett aus Irland aber alle mal. Das konnte auch Silvana Aquilino bestätigen. Die Neunkircherin hat mittlerweile schon so manches Konzert der Formation besucht, und auch die Insel Irland ist ihr keineswegs fremd: "Wenn man selbst schon einmal dort war, hat die Musik noch einmal eine ganz besondere Wirkung", erklärte sie.