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Ortsrat
Bald gibt’s wieder Gastronomie im Hofgut

Im Hofgut Furpach ist das Café Kanne untergebracht.
Im Hofgut Furpach ist das Café Kanne untergebracht. FOTO: Heinz Bier
Ludwigsthal. Ortsrat Furpach ist erfreut über neue Pächter im Café Kanne – Schranke am Gutsweiher sorgt für Ärger Von Anja Kernig

Die gute Nachricht fiel im letzten Drittel der Ortsrats-Sitzung: Das Café Kanne im Gutshof Furpach öffnet in Kürze wieder. Lange stand es leer, nachdem Katinka Schulz, Nachfolgerin des Café Kanne-„Erfinders“ Gerd Erdmann, im Frühjahr 2015 aufgegeben und gegen die Stadt prozessiert hatte. Der neue Pächter stammt aus Bexbach, wo er eine Pizzeria am Marktplatz betreibt. Bekannt dürfte Paolo Salemi auch noch den Wellesweilern sein, wo er vor Jahren Pizza und Pasta erst im Eifeleck, dann in der ehemaligen Waldschänke servierte. Nun ist der Gastronom zurück in Neunkirchen und wird in den sanierten Räumlichkeiten des Cafés wie auch im Außenbereich Snacks anbieten. „Zeitnah“ soll die Eröffnung stattfinden, wusste Ortsvorsteher Klaus Becker. Es fehlt wohl derzeit nur noch am Mobiliar. Wie die Stadtpressestelle auf Anfrage mitteilt, wird es eine offizielle Eröffnung geben, da es sich um eine städtische Immobilie handelt.


Im Vorfeld der Sitzung hatte man sich trotz Hitze mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung auf dem örtlichen Friedhof verabredet. „Uns liegen Beschwerden von Ludwigsthaler Bürgern vor, die das Lagern von Heckelchen, Gießkannen und Steckvasen hinter den Grabsteinen betreffen.“ Wie die Begehung zeigte, ist dies bei „vielleicht zehn von 100 Gräbern“ der Fall und selten augenscheinlich. „Ansonsten ist der Plantager Friedhof tip-top“, befand Becker und erinnerte gleichwohl noch mal an die Friedhofsordnung. Andreas Bies, Leiter des Friedhofamtes, zitierte den betreffenden Paragraph 28, Absatz 12: „Das Aufstellen von Gegenständen aller Art ist außerhalb der Grabfläche nicht zulässig“, nichts desto Trotz aber „seit 30 bis 40 Jahren üblich“, wie Bies anfügte. „Wir haben 21 000 Gräber“, Probleme habe es diesbezüglich „sonst noch nirgends“ gegeben.

Schnell abgehandelt waren die Tagesordnungspunkte, die sich mit der Änderung des Bebauungsplanes „Kuhfeld“ im Stadtteil Furpach beziehungsweise der Teiländerung des Flächennutzungsplanes im Bereich Seebachstraße / BAB8 beschäftigten. Auf dem „letzten Grundstück vor der Autobahn“, so Stadtplaner Jörg Lauer, will eine Familie ihren Traum vom Eigenheim realisieren. Vonseiten des Ortsrates bestehen dagegen keinerlei Einwände.



Gestalt an nimmt langsam die Programmplanung für die Seniorenfeiern, deren Reigen am 20. Oktober in Ludwigsthal beginnt. Am 21. Oktober geht es dann auf dem Kohlhof weiter, zuletzt wird in Furpach gefeiert - am 28. Oktober. Mit Martin Linn konnte man einen profunden Heinz-Becker-Imitator gewinnen, verriet der Ortsvorsteher. Ansonsten sind wie gehabt der Shanty-Chor und die Sängervereinigung im Boot.

Einiges zusammengekommen war in Sachen Beantwortung von Anfragen der Ortsratsmitglieder. So wurde aus dem Rathaus unter anderem mitgeteilt, dass im Pfaffental keine neuen Spielgeräte aufgestellt werden sollen, mangels Nachfrage. Handlungsbedarf bestehe auch keiner an der Shell- Tankstelle, wo zusätzliche Beleuchtung angemahnt worden war. Hier hatte man lediglich die „üppige Vegetation“ dezimieren müssen. Nach wie vor für Ärger sorgt die Schranke am Gutshof. Dort war der Pfosten erneut „krumm gefahren worden“, was mehrere Anwesende monierten. Würde die Schranke endlich funktionieren und regulär geschlossen, sollte das Thema erledigt sein.