Ungewöhnliche Designs - Steelecht: Bärte aus Moos und Models in Weiß

Ungewöhnliche Designs - Steelecht : Bärte aus Moos und Models in Weiß

Die zweite Auflage der Show „Steel-Echt“ traf mit einem Mix aus Mode, Musik und Video den Nerv des Publikums.

Extravagant, spannend und zuweilen sehr skurril: Die zweite Auflage der Fashion-Show „Steel-Echt“ lieferte in Neunkirchen ein Gesamtpaket aus Mode, Musik, Gesang und Fotografie. Auch in diesem Jahr hatte Oberbürgermeister Jürgen Fried den Limbacher Künstler Jochen Maas und Musicaldarstellerin Ellen Kärcher mit der künstlerischen Leitung des Events beauftragt. Beide hatten sich einiges einfallen lassen, um den Mode-Fans in Neunkirchen etwas zu bieten. Den rund 600 Besuchern in der ausverkauften Gebläsehalle gefiel der Mix. Bereits zu Beginn der Show war klar, dass auch in diesem Jahr bei „Steel-Echt“ weit mehr geboten würde als schnödes Schaulaufen. Da entschwebte dem Laufsteg ein gewaltiger silberner Globus und die Tänzer der Delattre Dance Company aus Mainz entführten die Zuschauer mit einem Mix aus Akrobatik und Ballett auf einen fremden Stern. Was dann mit einem Saxofon-Duell zweier Darsteller auf dem Laufsteg endete, sollte nicht der letzte musikalische Beitrag in der Show gewesen sein.

Doch zunächst standen dann ausgefallene Frisuren im Mittelpunkt. Die hatte sich Friseur Matthias Voigt aus Dudweiler ausgedacht, der in einem kurzen Einspielfilm erklärte: „Für mich liegt die Faszination darin, einen Menschen optisch völlig zu verändern.“ Für „Steel-Echt“ hatte er sich richtig ausgetobt: Seine Models schlenderten mit Ästen im Haar oder Bärten aus Moos über den Laufsteg. Bestens kam auch eine zweite Haarmodenschau von Berwanger Hair Design aus Marpingen an. Hier waren die tollen Frisuren zunächst unter großen Haarperücken versteckt. Für diese Show gab gab es viel Applaus.

Pelz- und Ledermode präsentierten Isabel Penth und Petra Gottschalk-Penth aus Völklingen. Doch auch überregionale Mode konnte man bei „Steel-Echt“ bewundern. So priesen männliche Models Herrenuhren der Firma Sinn aus Frankfurt am Main an. Die Models stellten im Laufe des Abends aktuelle vor, so von Laura Theiss und Zoe bei den Frauen oder von Digel bei den Herren. Sie  präsentierten auch Sonnenbrillen von Optik Fichtenmayer.

Fotograf Harald Kröher aus Pirmasens bot einen Einblick in seine Arbeit: Direkt auf dem Laufsteg lichtete er ein Model im Bodypainting-Look ab. Die Fotos gab es simultan auf den Leinwänden in der Gebläsehalle zu sehen. Eine Inszenierung von Jochen Maas selbst zeigte Models, die in kleinen Schritten und in pompösen Gewändern zu Klängen von Mozart den Laufsteg eroberten. Aus Mozart wurde Techno und plötzlich fanden sich eine riesige Bretzel, eine Maß Bier und eine Wurst zwischen den Mannequins – ein Gruß von „The Producers“ ans kommende Oktoberfest.

Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt von Anna Hofbauer. Sie sang einen Titel aus dem Muscial „Die Päpstin“, das im Dezember in Neunkirchen aufgeführt wird.

Den Modefans aus dem ganzen Land gefiel das Programm: „Es ist mal etwas anderes, und vor allem ist es spannend. Man weiß ja nie, was als nächstes passiert“, meinte Besucherin Annabelle Aumann.