Bären wünschen sich ins Schafsfell

Neunkirchen. In einem Jahr vielleicht, sollte es so weit sein, dass das Großprojekt Bärenanlage/neue Raubtieranlage seinen ersten großen Schritt getan hat. Das ist der neuste, vorsichtig formulierte Stand der Dinge bei Nachfrage der SZ an Zoodirektor Norbert Fritsch. Bei Arbeitsbeginn im Herbst des Jahres 2010 war vom Frühjahr des Folgejahres die Rede

Neunkirchen. In einem Jahr vielleicht, sollte es so weit sein, dass das Großprojekt Bärenanlage/neue Raubtieranlage seinen ersten großen Schritt getan hat. Das ist der neuste, vorsichtig formulierte Stand der Dinge bei Nachfrage der SZ an Zoodirektor Norbert Fritsch. Bei Arbeitsbeginn im Herbst des Jahres 2010 war vom Frühjahr des Folgejahres die Rede. Dann sollten die Bären um- und die Rothunde eingezogen sein. Ein Jahr später war zwar schon einiges zu sehen auf dem künftigen Gelände für die Braunbären, es war gerodet, das neue "Schlafzimmer" der Bären bereits gebaut. Avisierte Fertigstellung mit Umzug der Bären, Einzug der Rothunde und Ankunft der Schneeleoparden: Frühjahr 2012. Auf 670 000 Euro war die Erweiterung des alten Bären-Geheges damals beziffert, 20 Prozent aus Landesförderung finanziert, 80 Prozent von der Stadt. Wobei beim Stadtanteil der Zoo selbst 300 000 Euro von den Einnahmen der Körperwelten-Ausstellung im Jahr 2010 einbringen wird. Dieses Geld war damals zweckgebunden von Tierpräparator Gunther von Hagens aus dem Ausstellungserlös zugesagt worden für die Bereitstellung zur Plastination der verstorbenen Elefanten (wir berichteten).Zurzeit stagniert die Arbeit auf der Großbaustelle, die Ausschreibungen laufen für eine Reihe von Gewerken, die genau so umgesetzt werden können, wie ursprünglich geplant. Unter anderem durch die Morphologie des bergigen Geländes ist einiges nicht so einfach gelaufen, wie ursprünglich gehofft. Nun muss man sehen, wie zügig es weitergehen wird. "Es ist halt immer schwierig bei solchen Großprojekten, die sind halt schon sehr komplex. Das sind ja alles Unikate, die so noch nie gebaut wurden", bleibt Fritsch optimistisch, dass schon im Juni Definitives berichtet werden kann und auch Fortschritte sichtbar sind. Sind die Bären einmal umgezogen, dann wird deren jetziges Gehege für die Schneeleoparden umgebaut - und man hat eine Baustelle statt freiem Blick auf das neue Bärengehege. Eine solche "Behinderung" käme Fritsch dann im Herbst eher gelegen, als nun, wo er auf besser Wetter und Besuchermassen hofft.

So richtig freuen kann er sich dafür am neuen Eingangsbereich, wo noch eifrig gewerkelt wird. Gambione, Quessant-Schafe zum Streicheln kommen bei Besuchern schon richtig gut an, wie der Zoodirektor weiß. Ebenso wie die drei Grillschaukeln auf dem Zoogelände, die er selbst aufgestellt und das Umfeld gestaltet hat. Hier können vier bis sechs Personen auf überdachter Plattform auf Wunsch leicht schaukeln. "Das wird bestimmt gut angenommen", ist er sich sicher. Ebenso sicher wie darüber, dass das neue Bären- und Raubtiergehege "eine große Attraktion wird, wenn es erst fertig ist". Foto: Thorsten Wolf

Auf einen Blick

Im Wartestand ist zurzeit nicht nur die Baustelle Raubtieranlage. Im Wartestand sind auch einige Reptilien. So warten zurzeit mehrere Schlangen auf die letzte Untersuchung durch Zootierärztin Carina Johann. Gibt die grünes Licht, dann kommen die Tiere raus aus der Quarantäne und rein ins warme Terrarien-Zimmer im Affenhaus. Auch die Baumwarane sind neu im Neunkircher Zoo und können bald besichtigt werden. Geöffnet ist der Zoo zurzeit täglich von 8.30 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr. ji

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