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Minister-Besuch
Bachmann informiert sich über Suchthilfe

Sozialministerin Monika Bachmann (Dritte von rechts) besuchte mit Landtagsmitglied Tobias Hans (Vierter von rechts, hinten) die Klinik in Münchwies und würdigte das Engagement von Selbsthilfegruppen.
Sozialministerin Monika Bachmann (Dritte von rechts) besuchte mit Landtagsmitglied Tobias Hans (Vierter von rechts, hinten) die Klinik in Münchwies und würdigte das Engagement von Selbsthilfegruppen. FOTO: Bensel
Münchwies. Ministerin unterhält sich mit Selbsthilfegruppen in Münchwieser Klinik.

Das Ehrenamt hat im Saarland viele Facetten. Auch in der Suchtkrankenhilfe engagieren sich in den verschiedensten Selbsthilfegruppen Menschen, die für sich und andere einen Weg aus der Krankheit finden. Monika Bachmann, saarländische Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie der Fraktionsvorsitzende der CDU im saarländischen Landtag, Tobias Hans, haben die Median-Klinik Münchwies besucht, um dort das ehrenamtliche Engagement der Vertreter von Suchtselbsthilfeverbänden zu würdigen. Das hat die Klinik mitgeteilt.


Seit vielen Jahren bieten die Gruppen der Anonymen Alkoholiker, des Blauen Kreuzes, der Freundeskreise, der Guttempler und des Kreuzbundes regelmäßig Informationsgespräche für Patienten der Klinik an. Auf diesem Weg erhalten Menschen, die sich aktuell von ihrer Krankheit befreien, konkrete Hinweise, wo sie nach ihrer Entlassung heimatnah eine Anlaufstelle finden. In diesen Gesprächsterminen erfahren die Patienten aber auch Hoffnung und Zuversicht. Sie lernen Selbstbetroffene kennen, die erfolgreich den Weg aus der Sucht gefunden haben.

Die Ministerin dankte den Repräsentanten der Selbsthilfeverbände, stellvertretend für alle, die in den Gruppen engagiert sind. Anschließend wurde den Gruppenvertretern jeweils ein Scheck in Höhe von 500 Euro zur Unterstützung ihrer wichtigen Arbeit überreicht. Aufgrund ihrer Satzung verzichten die Anonymen Alkoholiker auf jede Form der externen Förderung. Deren Sprecherin erläutert den Hintergrund für dieses Statut, zeigte sich aber ebenfalls dankbar für die Anerkennung durch die Landesregierung. Dr. Monika Vogelgesang, Chefärztin der Münchwieser Klinik, schloss sich dem Dank an die Gruppen an. Aus regelmäßigen Rückmeldungen von Patienten wisse man, wie wertvoll die angebotenen Gespräche seien.



In dem anschließenden, lebhaften Austausch zeigten sich die Gesundheitsministerin und der Fraktionsvorsitzende interessiert an den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen. Von deren Seite wurde berichtet, wie schwer es sei, sich die Suchterkrankung selbst einzugestehen und sich für mögliche Hilfen zu öffnen. Die Ministerin erwähnte in diesem Zusammenhang auch die jüngst veröffentlichten Zahlen des statistischen Landesamtes zu Alkoholexzessen bei Jugendlichen und betonte ihre Bereitschaft, im Rahmen der Prävention nach weiteren hilfreichen Konzepten Ausschau halten zu wollen. Hierbei setze sie auch auf das Fachwissen der hiesigen Klinik, das sie sehr zu schätzen wisse.

Tobias Hans erinnerte an die ebenfalls in diesen Tagen veröffentlichte Studie der Bertelsmannstiftung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier nimmt das Saarland die Spitzenposition ein. Nicht zuletzt würden auch die Aktivitäten der Selbsthilfegruppen einen Beitrag zu diesem erfreulichen Ergebnis leisten, so Hans. Im nächsten Jahr soll es wieder ein Treffen geben, so heißt es abschließend.