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„Automatisches Fahren“ war ein Thema bei Fahrlehrer-Tagung

Neunkirchen. Zum ersten Mal fand die Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Fahrlehrer Saar in der Neunkircher Gebläsehalle statt. Wie Vorstandsmitglied Detlef Mühlast vor Beginn der Veranstaltung am Samstagmorgen erklärte, hat der Verein rund 260 Mitglieder. iri

Am Vormittag, im offiziellen Teil der Versammlung kamen einige Gastredner - unter anderem auch Oberbürgermeister Jürgen Fried - zu Wort, während nach der Mittagspause vereinsinterne Tagesordnungspunkte auf dem Programm standen. Bernd Nentwig von der Audi AG, Hauptaussteller und auch Hauptsponsor, stellte Produktneuheiten von Audi vor. Polizeidirektor Hans Peter Schäfer vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr stellte ein Gutachten dreier Professoren vor, das sich mit der Reform der Fahrlehrerausbildung beschäftigte. Eine der entscheidenden Veränderungen soll die Stundenaufstockung von bislang 770 auf 910 Ausbildungsstunden sein, wobei ein großer Teil auf verkehrspädagogisches Wissen entfallen soll. Interessant waren auch seine Ausführungen zum Thema "Automatisches Fahren". Das geltende Verkehrsrecht zieht bei einem Unfall den Fahrer zur Rechenschaft. Das werde bei einem hochautomatisierten, selbsttätig handelnden Auto nicht haltbar sein. Das vollautomatisierte Fahrzeug, bei dem der Fahrer eigentlich nicht mehr gebraucht wird, sei noch Zukunftsmusik, aber "diese Dinge sind nicht mehr aufzuhalten. Wir sind gespannt, wie dieser Bereich sich verändern wird".

Dieter Quentin von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände stellte das elektronische Prüfprotokoll vor. Ist es "Fluch oder Segen"? Es sei nicht mehr zeitgemäß, den Prüfling mit "einem Blatt Papier mit Strichen, Kreuzen und Hieroglyphen" nach Hause zu schicken. Und letztendlich entscheide immer noch der Prüfer, ob der Fahrschüler bestanden habe oder nicht. Eines wurde deutlich: Viele der angesprochenen Themen werden für Diskussionsstoff in der Fahrlehrerschaft sorgen.