Austausch steht im Mittelpunkt

Die Katholische Familienbildungsstätte Neunkirchen veranstaltet einmal im Monat ein Frühstück, das Menschen verschiedensten Alters vereinen will. Gestern stand es unter dem Motto der Fastenzeit.

Französischer Brie, Tomaten-Mozzarella-Salat und Fetakäse schafften beim gestrigen internationalen Fastenfrühstück in der Katholischen Familienbildungsstätte Neunkirchen /Mehrgenerationenhaus Marienstraße den Ausgleich zu Aufschnitt und Wurst. Aber auch deutsche Speisen wie Obstsalat , Hefezopf und die für die Fastenzeit traditionellen Sahneheringe mit Pellkartoffeln kamen bei den Teilnehmern gut an.

"Wir haben zehn Anmeldungen bekommen, mal sehen, wie viele darüber hinaus kommen", sagte Einrichtungsleiterin Anne Schmidt zu Beginn des Frühstücks um 8.45 Uhr. Viele würden zu der zweistündigen Veranstaltung einfach spontan dazustoßen.

Das internationale Fastenfrühstück reiht sich in die Tradition der einmal pro Monat stattfindenden Frühstücke der Katholischen Familienbildungsstätte ein. An jedem dritten Mittwoch im Monat beherbergt der große Raum im Erdgeschoss der Einrichtung ein frisch zubereitetes Frühstücksbuffet. Die Idee, in der 40-tägigen Fastenzeit ein thematisch passendes Frühstück mit internationalem Charakter anzubieten, kam den Einrichtungsmitarbeitern vor fünf Jahren.

Seit rund einem Jahr zählt auch das Ehepaar Dieter zu den Stammgästen des Frühstücks, das Menschen jeden Alters und jeglicher Herkunft miteinander verbinden möchte. Dorothea Dieter schätzt über die günstige Teilnehmergebühr von 3,50 Euro hinaus die saubere und appetitliche Atmosphäre in der Familienbildungsstätte. "Das ist nicht überall so", sagte sie, sei für sie aber unabdingbar, um sich wohlzufühlen. Für Ehemann Ullrich Dieter hatte das Frühstück zudem praktischen Charakter: Als Hausmeister der direkt gegenüberliegenden Kirche St. Marien hatte er einen kurzen Arbeitsweg.

Obwohl der Großteil der Teilnehmer nicht fastet, störte sich keiner an den nicht vorhandenen Fleischwaren. "Das ist 'mal eine Abwechslung", sagte ein junger Mann, der zum ersten Mal da war. So sieht das auch Nina Schilling aus Spiesen-Elversberg, die zusammen mit ihrem Sohn Noah zum Frühstück kam. Das Essen stehe dabei sowieso nicht im Mittelpunkt: "Ich mag die familiäre Atmosphäre und die Tatsache, dass hier Alt und Jung aufeinandertreffen", sagte sie. Auch neue Gesichter würden schnell in die Gemeinschaft integriert. Die 29-Jährige, die seit vier Jahren fast kein Frühstück in der Familienbildungsstätte verpasst, schätzt außerdem den Austausch mit anderen jungen Müttern. Und von denen waren reichlich da: Sandra Podevin aus Landsweiler stieß mit Söhnchen Jan hinzu, welcher voller Konzentration sein Nutella-Brot genoss. Moment - Süßes in der Fastenzeit ? "Traditionell verzichten wir natürlich darauf, aber den Kindern zuliebe gibt es auch Marmelade und Nutella ", erklärte die Sozialpädagogin Sabine Bernarding. Auch die mit Schaukelpferd und Gummimatte ausgestattete Spielecke offenbarte den kindgerechten Charakter der Veranstaltung.

Am Ende konnte sich auch Einrichtungsleiterin Anne Schmidt zufrieden zeigen: Rund 25 Frühstücksgäste hatten sich in der Marienstraße eingefunden.

Das nächste internationale Fastenfrühstück findet am 16. März ab 8.45 Uhr statt. Anmeldung und Infos gibt es unter Telefon (0 68 21) 90 46 50.