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Künstlerkreis Neunkirchen
Ein Künstler zeigt seine unbekannte Seite

Horst Krämer präsentiert in der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen eine Ausstellung seines kreativen Schaffens.
Horst Krämer präsentiert in der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen eine Ausstellung seines kreativen Schaffens. FOTO: Andreas Detemple
Neunkirchen. In der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen stellt Horst Krämer aus Heiligenwald seine neuesten Werke aus. Und die sind ungwohnt. Von Andreas Detemple

,,Mal was anderes…“ heißt es bis 1. November in der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen am Oberen Markt 1 in Neunkirchen. Horst Krämer aus Heiligenwald, seit 2001 kreativ-künstlerisch tätig, präsentiert seine neuesten Exponate. Krämer, der schon durch viele Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht hat, zeigt dabei eine ganz neue Seite seines künstlerischen Schaffens. „Das Thema der Ausstellung ‚mal was anderes…’ soll aber nicht alles, was ich in den letzten fünf Jahren schwerpunktmäßig gemacht habe, auf den Kopf stellen oder gar relativieren, sondern es soll andere Facetten meiner kreativen Arbeiten und Interessen zeigen“, so der Künstler am Rande der Ausstellungseröffnung.


Dabei wechselte Horst Krämer bei seinen 37 ausgestellten Exponaten sowohl die Perspektive als auch die Dimension vom Zweidimensionalen des Bildes auf unterschiedlichen Bildträgern über das Reliefartige bei einigen Kartonarbeiten hin zur Dreidimensionalität in Form von kleinen Objekten auf Karton oder Kartonagen. Die Ausstellung kombiniert Bilder seines bisherigen Stils – mit einer weiterhin offenen Motivpalette – mit Bildern und Objekten aus bisher nicht genutzten Materialien oder neuen Motivgruppen. „Die meisten der hier ausgestellten Bilder und Objekte basieren nach wie vor auf ,,meinem“ Material, dem Karton“, berichtete der Künstler Horst Krämer.

„Hinzu kommen nun Wellpappe sowie Kartonwabenplatten, die zunehmend als Packmaterial eingesetzt werden und üblicherweise als Abfall entsorgt werden.“ So präsentiert Horst Krämer unter anderem kleinere Kartonagenobjekte, die fast alle auf den einfachen geometrischen Grundformen Quadrat und Rechteck basieren. Andere Bilder der Ausstellung sind Reminiszenzen an eine Zeit, in der Horst Krämer nach eigenen Worten erstmals ganz bewusst und mit bis heute andauerndem Interesse Kunst – und da speziell die Konkrete Kunst – als Kunst wahrgenommen und nicht mehr nur als ganz bestimmte Art der Dekoration von modernen Wohnungseinrichtungen angesehen hat.



„Horst Krämer hat schon immer die Vorliebe für Konkrete Kunst gehabt und hat diesen Bereich in seine Arbeiten einfließen lassen“, resümierte die Vorsitzende des Künstlerkreises Neunkirchen, Annelie Scherschel-Freudenberger, in ihrer Laudatio zur Ausstellung. „Das Berechnen, das Beruhen auf mathematischen und physikalischen Phänomenen, die physikalischen Gesetze des Lichts und der Optik, die Untersuchung von Wahrnehmungsprinzipien, die Täuschungsmöglichkeiten des Augen ausloten, alle diese Vorgänge finden sich in den Arbeiten von Horst Krämer. Für mich ist diese Ausstellung etwas ganz Besonderes“, beschreibt sie die Kunst von Horst Krämer.

Die Ausstellung „mal was anderes …“ ist ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 1. November, in der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen zu sehen.