Aus dem Wald aufs Siegertreppchen

Landsweiler-Reden. Zwei Wochen nach dem offiziellen Höhepunkt der Fastnachtssession 2012/13 ging es in der Klinkentalhalle Landsweiler-Reden in Sachen Karneval noch einmal so richtig rund. Männerballett-Gruppen aus dem ganzen Saarland und der angrenzenden Pfalz trafen sich, um einen Meister auszutanzen

Landsweiler-Reden. Zwei Wochen nach dem offiziellen Höhepunkt der Fastnachtssession 2012/13 ging es in der Klinkentalhalle Landsweiler-Reden in Sachen Karneval noch einmal so richtig rund. Männerballett-Gruppen aus dem ganzen Saarland und der angrenzenden Pfalz trafen sich, um einen Meister auszutanzen. Bereits in der elften Auflage wurde die mittlerweile zur Kultveranstaltung in der Fastnachtsszene aufgestiegene Tanzparty vom KKV Landsweiler-Reden durchgeführt. Vor ausverkauftem Haus, mit über 450 wilden Fans, tanzten 16 Formationen mit insgesamt über 160 Tänzern. Charmant moderiert von Sandy Stachel mit der Unterstützung von Stargast Cindy aus Marzahn alias Georg Färber wurde den Fans ein fünfstündiger Tanzmarathon vom Feinsten geboten.Auffallend war, dass sich die Auftritte der Männer, eher wegkommend von Dicker-Bauch-Präsentation und Tütü-Image, hin zu teils sportlich durchaus anspruchsvollen Darbietungen gewandelt haben. Atemberaubende akrobatische Biegungen, Verrenkungen und Hebefiguren ließen die Zuschauer oft ins verblüffte Staunen geraten. Bei der Themenwahl waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So wurde gleich zwei Mal Schneewittchen von seinen Zwergen umtanzt, Vampire aus dem Nordsaarland versprachen "Mier beißen eisch" und die Flöckchen aus dem Regionalverband Illtal begeisterten genauso, wie die vielen weiteren Gruppen mit ihren Hochleistungstänzen.

Eine ganze Affenbande von den Eicherten aus Hüttigweiler wirbelte brüllend über die Bühne und verteilte schon mal vorab "Bestechungsbananen" an die Juroren. Dieses Mal war das Wertungsgericht auch mit einem Quotenmann besetzt. Im elften Jubiläumsjahr der Tanzparty konnte der "Vater und Ideengeber" des Wettbewerbs, Dieter Grenner, dazu bewegt werden, in der Jury mitzurichten. Dabei wurde er von der Ottweiler Prinzessin Melanie Biehl sowie von Kerstin Recktenwald, Heike Himbert und Tina Daub unterstützt. Die Auswahlkriterien waren hart: Bewertet wurden die Kostüme, Idee, Ausführung sowie die Harmonie zwischen Musik und Tanz. Die sonst als hohe Favoriten gehandelten Langendernbacher Bordsteinschwälbchen aus dem Westerwald pausierten in diesem Jahr und werden erst bei der nächsten Auflage wieder mittanzen. Die Männerballetts gingen bis an die Grenzen ihres Leistungsvermögens, um einen der begehrten Pokale und Sachpreise, Bierkasten und Eimer voller Brezeln und Lyoner, zu gewinnen. Alle Sachpreise wurden von den vielen Sponsoren der Tanzparty gestiftet.

Die Jury konnte Preise in vier Kategorien und bei der Gesamtwertung vergeben. Die Spannung bei der Preisverleihung war riesengroß und die Stimmung steigerte sich von Platz zu Platz bis dann endlich kurz vor ein Uhr in der Früh der Gesamtsieger gekürt werden konnte. Als Gesamtsieger standen die Männer von der Saarbrücker Karnevalsgesellschaft Mir sin net so mit ihrem Tanz "Männer allein im Wald" auf dem Siegerpodest. Dicht gefolgt von "Feen und Klabautern" des KV Reisbach, die mit einer farbenfrohen Kostümshow in eine Zauberwelt entführten.

Auf einen Blick

Gesamtsieger und die Plätze: Erster Platz Mir sin net so Saarbrücken, zweiter Platz KV Rot-Weiß Reisbach, dritter Platz KV Hilaritas Holz, vierter Platz Die Daaler Neunkirchen. Kategorie Tänzerische Ausführung: Erster KV Weiskirchen1971, Zweiter HCV Die Flitsch Heiligenwald, Dritter Die Ischele Wustweiler. Kategorie Choreografie: Erster Die Eicherte Hüttigweiler, Zweiter Die Elleritze Heiligenwald, Dritter Landfrauen Niedermohr. Kategorie Idee: Erster KWW Wellesweiler, Zweiter Die Holzäppel Bübingen, Dritter Die Kneisjer Bildstock . Kategorie Originalität: Erster KUV Wiebelskirchen, Zweiter Regionalbezirk Illingen, Dritter Kaltnackischer Gardisten-Corps. ard