Auch die Zuhörer durften mitsingen

Illingen

Illingen. Die Sängerinnen und Sänger des Madrigalchors Illingen und Mitglieder der Deutschen Radio-Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern sowie die Vokalsolisten Eva Scheider (Sopran), Manuel Horras (Tenor), Hans Peter Doll (Orgel), Manuela Simmler (Alt), Vinzenz Haab (Bass) und Peter Littner (Orgel) begeisterten mit einem besinnlichen Weihnachtskonzert in der voll besetzten Pfarrkirche St. Stephan. Das Oratorium für Solostimmen, gemischten Chor, Streicher, Oboe, Gemeindegesang und Orgel von Heinrich von Herzogenberg "Die Geburt Christi" stand auf dem Programm sowie die Interpretation von Worten der Heiligen Schrift und geistliche Lieder - zusammengestellt von Friedrich Spitta.Mit stehenden Ovationen wurden der ausdrucksstarke Chor, ein wohlklingendes Orchester und die gesangsstarken Solisten für diese gelungene Aufführung gewürdigt. "Das war wirklich eine großartige Leistung: der stimmgewaltige Chor der Engel, die erstklassigen Interpretationen der Solisten und das virtuose Konzertieren des Orchesters sowie das harmonische Zusammenspiel mit Orchester, Chor und Solisten", lobten die Konzertbesucher den Auftritt der Sänger und Musiker. Mit "Bravo-Rufen" forderten sie eine Zugabe, die natürlich auch gewährt wurde. Mittendrin führte Thomas Doll souverän den Dirigentenstab. Doll, der die Gesamtleitung für das Konzert hatte, studierte noch vor Konzertbeginn mit den Konzertbesuchern Choräle ein, mit denen die "Gemeinde" während der Aufführung das Oratorium mitgestalten durfte.

Die Mitwirkenden des Madrigalchors bereiteten sich bereits seit August bei unzähligen Probeabenden auf dieses Konzert vor. Den letzten Schliff gab es bei einem Probenwochenende im Pfarrheim.

Der Madrigalchor wurde 1976 aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Illtal Gymnasiums von Hans Peter Doll ins Leben gerufen. Seither treffen sich zwischen 40 und 50 Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Saarland einmal wöchentlich zu intensiven Gesangsproben. Im Laufe der fast 28 Jahre ist ein beträchtliches Repertoire gewachsen, das bei der A-Capella-Kunst der Renaissance beginnt und bis zu Werken der heutigen Zeit reicht.

Zahlreiche weltliche und geistliche Konzerte im Saarland und den Nachbarregionen sowie Gottesdienstgestaltungen und Rundfunkaufnahmen ließen den Madrigalchor zu einem der bekanntesten Chöre des Saarlandes werden. Im Jahr 2012 beabsichtigt der Chor das Requiem von Lugi Cherubini für Chor und großes Orchester aufzuführen.

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