| 20:08 Uhr

Niederbexbacher Straße Kohlhof
Anwohnerinitiative klagt über Raser

Kohlhof. Seit längerem klagen die Anwohner der Niederbexbacher Straße in Kohlhof über Autofahrer, die in der Straße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Sie wollen sich das nicht mehr länger bieten lassen und haben sich deshalb zu einer Bürgerinitiative (BI) zusammengeschlossen, um dagegen etwas zu unternehmen. Von Heinz Bier

Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit Ordnungsamtsleiter Holger Janes und Brigitte Neufang-Hartmuth von der Stadtpressestelle haben zwei Anlieger, die ungenannt bleiben möchten, auf die Situation hingewiesen.


Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat einer der beiden Anwohner in der Straße eine Unterschriftenaktion gestartet, die innerhalb weniger Tage auf große Unterstützung gestoßen sei.

Durch die Raser sehen die Anwohner die Sicherheit von Kindern, Fußgängern, Tieren, Radfahrern und Reitern erheblich gefährdet, zumal die Straße nach Niederbexbach am Ortsausgang von zwei Spazier- und Radwegen gekreuzt wird. Es sei keine Seltenheit, so sagen beide Beschwerdeführer übereinstimmend, dass Autofahrer in beiden Richtungen mit 100 Stundenkilometern unterwegs sind.



Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden zeige sich die Raserproblematik extrem, führen beide aus. Die betroffenen Anlieger beklagen sich zudem über den Motorenlärm, den die Raser verursachten. „Es ist keine Freude, hier zu wohnen“, erklärte der Initiator der Unterschriftenaktion. Beschwerden beim städtischen Ordnungsamt waren nach Darstellung der beiden BI-Sprecher bisher erfolglos gewesen. Als Sprecher der Anwohnerinitiative fordern die beiden Beschwerdeführer die Stadt nun aber auf, endlich Abhilfe zu schaffen. Ihre Lösungsvorschläge: Tempo 30 innerorts, Tempo 50 auf der Landstraße nach Niederbexbach und stationäre Blitzer.

Der Leiter des Ordnungsamtes will geeignete Maßnahmen prüfen, „aber dazu brauchen wir auch Zahlen“, machte Holger Janes deutlich. Deshalb soll zunächst eine verdeckte Verkehrszählung vorgenommen werden, um zu ermitteln, wie viele Fahrzeuge durch die Niederbexbacher Straße fahren.

Danach kann, so Janes, eine mobile Blitzeranlage aufgestellt werden und je nach Ergebnis können eventuell weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Baulichen Veränderungen erteilte Janes eine Absage, denn die Durchfahrt für die Müllabfuhr, den Räumdienst und große Einsatzfahrzeuge müsse gewährleistet bleiben, gab der Leiter des Ordnungsamtes zu verstehen. „Die Stadt wird aber prüfen, was möglich ist“, versicherte Brigitte Neufang-Hartmuth, die neue Leiterin der Abteilung für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Neunkircher Rathaus.