"Ansehen der Feuerwehr ist hoch"

Neunkirchen. "Das Ansehen der Feuerwehrleute und der Feuerwehr insgesamt ist bei den Bürgern der Kreisstadt sehr hoch", betonte Bürgermeister Jörg Aumann beim gemeinsamen Ehrungsabend aller Löschbezirke der Kreisstadt Neunkirchen. Vor zahlreichen Wehrleuten plädierte Aumann im Kultursaal in Wiebelskirchen eindeutig für den Fortbestand der freiwilligen Feuerwehr

Neunkirchen. "Das Ansehen der Feuerwehrleute und der Feuerwehr insgesamt ist bei den Bürgern der Kreisstadt sehr hoch", betonte Bürgermeister Jörg Aumann beim gemeinsamen Ehrungsabend aller Löschbezirke der Kreisstadt Neunkirchen. Vor zahlreichen Wehrleuten plädierte Aumann im Kultursaal in Wiebelskirchen eindeutig für den Fortbestand der freiwilligen Feuerwehr.In seinen weiteren Ausführungen zog der Bürgermeister eine erste Bilanz des Jahres 2012. So mussten die Wehren der Stadt bereits zu 337 Einsätzen ausrücken. Die Hauptlast liegt dabei im Löschbezirk Innenstadt. Die Wehrleute mussten fünf Großbrände bekämpfen, 81 weitere Brände stehen in der Statistik der Wehr. 62 Fehlalarme und Meldungen durch Brandmeldeanlagen mussten abgearbeitet werden. Einsätze, bei denen technische Hilfe geleistet werden musste, schlagen mit 170 Alarmen zu Buche. Bei diesen vielen Einsätzen konnten 39 Menschen aus Gefahrensituationen gerettet werden. Für vier Menschen kam leider jede Hilfe zu spät, sie konnten nur noch tot geborgen werden. "Das ist eine sehr große Belastung für die Kameraden der Wehr, vor der ich großen Respekt habe", betonte Aumann.

Wenn es in Neunkirchen "brenzlig" wird, kann Wehrführer Franz-Josef Kuhn binnen Minuten auf 327 aktive Einsatzkräfte zurückgreifen. 95 Jungen und Mädchen werden in der Jugendfeuerwehr ausgebildet. Die Aus- und Weiterbildung der Wehrleute steht im Vordergrund der Bemühungen des Wehrführers.

Bürgermeister Aumann ehrte gemeinsam mit Wehrführer Kuhn und Kreisbrandinspekteur Werner Thom an diesem Abend 30 Wehrangehörige für langjährige Dienste. Dabei reichten die Dienstzeiten von 20 Jahren bis hin zu 40 Jahren ehrenamtlichen Engagements. Bemerkenswert: Mit Brandmeisterin Karin Sturm, die nun 25 aktive Dienstjahre hat, erhielt die erste Frau im Landkreis das bronzene Feuerwehrkreuz. 27 Feuerwehranwärter wurden zum Feuerwehrmann/-frau befördert und haben somit ihre Probezeit erfolgreich absolviert. Sieben Mal wurden die Dienstgradabzeichen Oberfeuerwehrmann vergeben, drei neue Hauptfeuerwehrleute stehen nun in den Dienstbüchern der Wehr. Zum Löschmeister, Oberlöschmeister und Hauptlöschmeister wurden acht Wehrleute befördert. Brandmeister in der Kreisstadt sind nun Heiko Costa aus Hangard und Sebastian Hau aus Münchwies. Björn Braun, Torsten Herrmann, Tobias Hans und Stephan Falke sind nun Oberbrandmeister. Sie führen jeweils in ihren Heimatorten die Löschbezirke an. Die beiden ehemaligen Löschbezirksführer von Münchwies und Hangard, Dieter Hans und Walter Holzer, wurden jeweils zu Ehrenlöschbezirksführern ernannt.