Angst um Arbeitsplätze bei C&F

Das Unternehmen C&F Automotive steckt nach Auskunft des Betriebsrates in großen Schwierigkeiten. Der Verlust von 80 bis 100 Arbeitsplätzen steht demnach im Raum. Der Betriebsrat betont seine Verhandlungsbereitschaft.

Aufregung beim Neunkircher Unternehmen C&F Automotive. Wie der Betriebsratsvorsitzende Guntram Brenner gegenüber der SZ erklärt, haben Betriebsrat und IG Metall die Beschäftigten des Unternehmens in einer Betriebsversammlung über einen drohenden Arbeitsplatzabbau informiert. Zwischen 80 und 100 Jobs sind demnach gefährdet. Der Betriebsratschef erläutert, nach dem Wegfall des Großkunden BMW im vergangenen Jahr habe das Unternehmen im Dezember Kurzarbeit angemeldet. Die Kurzarbeit laufe Ende November aus, das Auftragsvolumen sei aber nicht gestiegen.

Brenner weiter: "Letzte Woche wurde dem Betriebsrat von den Anwälten der Geschäftsführung ein vermeintlich letzter Vorschlag für einen Sozialplan vorgelegt, über den binnen eines Tages entschieden werden sollte. Nur gab es keine vorherigen Vorschläge." Aus der Vorgeschichte des Unternehmens und früheren Sozialplänen wisse der Betriebsrat, dass die Sozialplanverhandlungen über Wochen gehen werden. Der Betriebsrat habe den Vorschlag abgelehnt, sei aber weiter verhandlungsbereit.

Der Automobil-Zulieferer im Neunkircher Boxbergweg mit rund 250 Mitarbeitern, früher Decoma, ist seit 2009 in Händen der irischen C&F-Gruppe. Probleme gab es schon in den Vorjahren. 2012 ging die Belegschaft erfolgreich für mehr Geld auf die Straße, da man damals laut Betriebsrat von der Einkommensentwicklung abgehängt war.