Alte Räume neu genutzt

Dem Neunkircher Bürgerhaus soll nach Monaten des Leerstandes neues Leben eingehaucht werden. Geplant ist ein neues Zentrum für Bildung und Kultur, in dem unter anderem die Bücherei und eine Galerie unterkommen sollen.

. Sie waren dann doch neugierig, die Neunkircher, was aus dem Bürgerhaus werden wird. So konnte Oberbürgermeister Jürgen Fried eine stolze Anzahl Interessierter zur Vorstellung der Details begrüßen. Zuerst jedoch gab es einen kleinen Rückblick: Wann, Was, Warum. 2010, so erinnerte Fried, hatte der Neunkircher Stadtrat im Rahmen des Kulturentwicklungsplanes den Ausbau der ehemaligen Gas-Gebläsehalle beim Alten Hüttenareal beschlossen. Damit verbunden war die Schließung des Neunkircher Bürgerhauses. ,,Zwei Veranstaltungshallen wären für Neunkirchen nicht zu halten gewesen. Von daher wollen wir ein weiteres Förderprojekt des Saarlandes nutzen und ein Zentrum für Bildung und Kultur errichten", erläuterte der Oberbürgermeister. Einige Monate war das Bürgerhaus jetzt leer - nun wird ihm neues Leben eingehaucht. Im Foyer des Bürgerhauses erläuterte Fried, wie genau man sich das vorstellen kann. So sehen die städtischen Planungen für die Neugestaltung und Nutzung vom jetzigen Bürgerhaus, als Bürgerhaus eins bezeichnet, und dem daneben liegenden ehemaligen Amtsgericht (Bürgerhaus zwei) ein Zentrum für Bildung und Kultur, mit Bücherei, Mediathek, Museumsräumen, sowie Galerie vor. Die Galerie wird auch für Dauerausstellungen genutzt werden. Um das umzusetzen, werden die bisher getrennten Häuser mittels Erweiterungsbau vereint. Gerhard Roth , Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft der Stadt Neunkirchen , präsentierte visuell die einzelnen Bauabschnitte und zeigte die Nutzung im Detail. So soll der bisherige große Raum des Bürgerhauses zukünftig Galerie und Ausstellungsflächen bieten. Geplant ist, die Bühne zu erhalten und mittels Schallschutzwand abzuschotten. ,,Dann kann die Bühne weiterhin von kulturtreibenden Vereinen, dem Neunkircher Musicalprojekt oder Theatervereinen genutzt werden", so OB Fried. Die Stadtbücherei soll in einem Neubau, der Bürgerhaus und ehemaliges Amtsgericht verbindet, eine neue Heimat finden. Hier wird mit einer Fläche von über 100 Quadratmetern laut Amtsleiter Roth recht großzügig geplant. Eine Galerie wird die neue Bücherei umgeben. Integriert werden zudem mehrere Leseräume. Seitens der Neunkircher Verwaltung rechnet man mit einer Bauzeit von rund 15 Monaten. Die geplanten Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Dabei sollen 637 780 Euro aus EFRE-Mitteln (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) fließen, die restlichen 662 220 Euro werden aus städtischen Mitteln finanziert. Vollbepackt mit so vielen Informationen gingen die Neunkircher dann in zufriedener Erwartung, wie die vorgestellten Projekte in ihrer Umsetzung aussehen werden, nach Hause.

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