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Alte Linsen suchen neuen Wachstums-Standort

Wellesweiler. Claudia Emmerich

Vor einem Jahr haben wir in der Saarbrücker Zeitung das Projekt Saatzucht alter Linsensorten in Wellesweiler vorgestellt. Die Initiatoren haben damals von einem "Experiment" gesprochen. Ausgang ungewiss. Zumindest am Standort Wellesweiler ist dieses "Experiment" nicht geglückt. Das ist inzwischen gewiss. Aber an anderer Stelle soll es gedeihlich in eine zweite Runde gehen.

"Es kam zu einer Vermehrung, aber es hätte besser laufen können", stellte jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung Patric Bies fest. Der Leiter des Regionalbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung hatte vor zwölf Monaten Linsen-Raritäten aus der Samenbank des Wawilow-Instituts im russischen St. Petersburg an Jürgen Michel, Leiter des Integrationsbetriebs Haseler Mühle bei Wellesweiler übergeben. Der Betrieb, Tochter der Neuen Arbeit Saar, zählt neben Pferdehof und Imkerei regionaltypisches Saatgut zu seinem Kernbereich.

Die Linsen kamen dann also in Töpfchen mit Torfballen. Als sie durchgewurzelt waren, zogen sie aufs Feld. Sie wurden gestützt und sollten sich vermehren. Ziel und Hoffnung: Wenn das in unserer Region mit der Vermehrung klappt, sollen diese neue alten Linsen als Saatgut saarländischen Landwirten zur Verfügung stehen und als regionale Spezialität für die Gastronomie interessant werden.

"Wir haben gemerkt, das dieses Saatgut nicht so gut in unser System passt", sagt Jürgen Michel. "Es ist so ganz anderes als unsere Kulturen. Und wir hatten damit auch keine Erfahrung." Die Anzucht sei ganz gut verlaufen. Dann sei ein gewisser Erntezeitdruck entstanden. Und just dann habe es ganz viel Regen gegeben. Folge: Die Ernte fiel gering aus. Initiator Patric Bies sieht das Linsen-Projekt jedoch nicht gescheitert: "Das Projekt geht weiter mit einem neuen Partner." Gespräche im Raum Nunkirchen liefen derzeit.