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Als die Kinderfibel voller (verkannter) Künstlerbilder war

Kreis Neunkirchen. (ji) Der Artikel anlässlich des 90. Geburtstages des Spieser Künstlers Ferdinand Selgrad, überwiegend bekannt für seine wunderbar gestalteten Kirchenfenster und seine Mosaiken, wie beispielsweise das an einer Häuserfassade am Marienplatz in Neunkirchen, hat Erinnerungen geweckt. Zumindest bei Rudolf Hinsberger, ehemaliger Landrat des Kreises Neunkirchen und ehemaliger Pädagoge. Ihm ist beim Lesen des Artikels etwas ganz Besonderes eingefallen. Ab 1964 wurde für die ersten und zweiten Klassen aller saarländischen Schulen eine Lesefibel eingeführt, die aufs ganzheitliche Lernen setzte. Und diese Fibel war illustriert mit Werken von Ferdinand Selgrad, "ganz im Stile des Mosaiks am Marienplatz", erzählte Hinsberger der SZ. Damals habe er allerdings keinen Begriff davon gehabt, wer dieser Herr Selgrad sei. Dann aber, vor etwa zehn Jahren, hat er den Künstler getroffen: "Da wurde mir der Zusammenhang auf einmal klar, da habe ich zu Hause die Fibel noch mal zur Hand genommen und die Bilder genossen."