Aktuell sind keine Zusatz-Klassen für die Flüchtlinge nötig

Aktuell sind keine Zusatz-Klassen für die Flüchtlinge nötig

Wer schon immer wissen wollte, was SchoG und SchumG sind, der war in der gestrigen Sitzung des Neunkircher Kreistages gut aufgehoben. Gerhard Kessler informierte dort nämlich über die Bau- und Schulverwaltung des Landkreises. Die restliche Tagesordnung brachte eher wenig Erkenntnisse für die Bürger.

. Die wenigen Zuhörer - was angesichts der wenig ergiebigen Tagesordnung im öffentlichen Teil nicht verwunderlich war - erfuhren von Gerhard Müller unter anderem, dass die Vereinigung von Bauverwaltung und Schulverwaltung (seit 1995) ein eher ungewöhnliches Konstrukt ist. Es sei aber im Landkreis Neunkirchen so gewählt worden, weil ein Großteil der zu verwaltenden Gebäude Schulen (20) sind. Dazu kommen die zehn Dienstgebäude der auf die Städte Ottweiler und Neunkirchen verteilten Verwaltung. Elf Mitarbeiter sind in der Bau- und Schulverwaltung beschäftigt. Dabei geht es um so vielfältige Aufgaben wie Energieversorgung und Reinigung, um Versicherungen und Verträge. Die Hausmeister (23) und Sekretariate (22) werden ebenso betreut wie Sportzentren (2) und Schulbuchkoordinatoren (14). Womit man auch zur Erklärung der wunderbaren Abkürzungen kommt: SchoG ist das Schulordnungsgesetz und SchumG das Schulmitbestimmungsgesetz.

Auf SPD-Anfrage erfuhren die Kreistagsmitglieder, dass der Termin für den Abriss der maroden Sporthalle Fernstraße (die SZ berichtete mehrfach) noch nicht feststeht. Ebenso wenig klar sei, so der Erste Kreisbeigeordnete Karlheinz Müller (SPD ), der die Sitzung leitete, wie das im kommenden Jahr frei werdende Gebäude der Freiherr-vom-Stein-Schule in Neunkirchen weiter genutzt werden soll. Die Neunkircher Stadtverwaltung habe sich dazu noch nicht erklärt.

Aufklärung wollte Hans-Werner Backes hinsichtlich zusätzlicher Klassenräume für die Flüchtlings-Kinder, was für den Kreis als Sachkosten-Träger zusätzliche Ausgaben verursachen würde. Hier gebe es zurzeit noch keine Probleme, so Karlheinz Müller.

Ein Gast war von Müller übrigens noch besonders begrüßt worden: Werner Schötschel, der als damaliger Beigeordneter 1996/97, als Landrat Rudolf Hinsberger wegen ein Unfalls langfristig ausfiel, die Kreisverwaltung interimsmäßig geleitet hatte. So wie es Müller nun schon nach dem Weggang von Cornelia Hoffmann-Bethscheider seit August tut. Bekanntlich ist die Landratswahl durch die Bürger am 8. November.

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