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Aktionswoche der Bibliothek endet mit Märchen-Nachmittag

Aktionswoche der Bibliothek endet mit Märchen-Nachmittag

Neunkirchen. Die einwöchige bundesweite Aktionswoche "Treffpunkt Bibliothek" fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt und rückte in der letzten Oktoberwoche die Bibliotheken Deutschlands mit außergewöhnlichen Präsentationen, Ausstellungen, Vorlesestunden, Bibliotheksnächten und vielfältigen Aktionen und Serviceangeboten ins Rampenlicht

Neunkirchen. Die einwöchige bundesweite Aktionswoche "Treffpunkt Bibliothek" fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt und rückte in der letzten Oktoberwoche die Bibliotheken Deutschlands mit außergewöhnlichen Präsentationen, Ausstellungen, Vorlesestunden, Bibliotheksnächten und vielfältigen Aktionen und Serviceangeboten ins Rampenlicht.In der Neunkircher Stadtbücherei/Mediothek in der Lutherstraße ist am Mittwochabend die Aktionswoche zu Ende gegangen. Bereits zum fünften Mal beteiligt sich die Stadtbücherei in Kooperation mit dem Deutschen Bibliothekenverband an dieser bundesweiten Aktion, mit der die deutschen Bibliotheken fürs Lesen begeistern wollen.

In diesem Jahr stand die Woche in Neunkirchen unter dem Motto "Märchen". Anlass war der 200. Geburtstag der "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm in diesem Jahr.

Zum Abschluss gab es eine ganz besondere Veranstaltung. "Wir möchten, dass unsere Gäste heute etwas ganz besonderes erleben, sozusagen mit allen Sinnen", so die Leiterin der Stadtbücherei Rita Maey. Die Gäste an diesem herbstlichen Nachmittag waren alle engagierten Stammleser der Bücherei.

"Kennen Sie die Wahrheit von Hänsel und Gretel?, so die Frage von Rita Maey bei der Begrüßung.

Nicht etwa das beliebteste deutsche Märchen sollte den 30 gespannten Lesern vorgelesen werden, sondern das Buch von Hans Traxler. In diesem Buch wird die Geschichte von Georg Ossegg erzählt, der die Wahrheit von Hänsel und Gretel herausfinden wollte. Astrid Lorrig und Sabine Koob, beides Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei, zogen gestützt mit einer Bilderpräsentation, schnell die Zuhörer in ihren Bann.

"Hänsel und Gretel" als Krimi

Die Geschichte ist schnell erzählt: Georg Ossegg beginnt eher zufällig mit seiner Recherche. Der Märchenforscher kommt hinter die wahre Geschichte von Hänsel und Gretel. Diese ist ja eigentlich ein ungeklärter Krimifall. Es geht es um frühkapitalistische Herrschaft und Gier, Hexenverbrennung, Lebkuchen und geheime Rezepturen. Und es geht um die miesen Tricks des Bäckers Hans Metzler und seine Schwester Grete und ihrer Gier reich zu werden. Als kleines Schmankerl gab es zwischendurch ein Stück "Original" Lebkuchen vom Hexenhaus. Das versicherte zumindest schmunzelnd Rita Maey.

Unter den begeisterten Zuhörern verweilte auch Sören Meng, der als Beigeordneter für die Bücherei zuständig ist. "Ich freue mich sehr über das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen in der Bibliothek", so Meng.

Während der ganzen Aktionswoche waren auch die Kinder aus den verschiedenen Kindertagesstätten aus der Stadt zu Gast in der Bücherei. Die Kinder konnten die Märchen mit ihren Sinnen erfahren. Es wurde getastet, geschmeckt und gelauscht. Über eine selbst gebaute Märchen-Straße führte Astrid Lorig die Kleinen in die Welt der Brüder Grimm. ard