1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Agentur für Arbeit meldet freie Stellen für den Landkreis Neunkirchen

Arbeitsmarkt im Kreis Neunkirchen : Im Februar wurden 164 neue Stellen gemeldet

Agentur für Arbeit meldet auch bei den Ausbildungsplätzen noch viele freie Stellen in unterschiedlichen Berufen.

Die Arbeitslosenzahl im Saarland ist im Februar nach einem saisonal bedingten Anstieg zum Jahresbeginn wieder zurückgegangen. Insgesamt waren 39.496 Menschen arbeitslos gemeldet, rund 400 weniger als im Januar. Das teilt die Agentur für Arbeit mit.

Im Landkreis Neunkirchen waren im Februar 5857 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 47 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 688 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 13,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 8,2 Prozent genauso hoch wie im Vormonat und 1,0 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

Im Februar meldeten sich 307 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren über ein Drittel weniger als im Januar. 293 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden. Das waren 20 mehr als im Vormonat.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei den Männern und den über 50-Jährigen leicht zurückgegangen, bei den Frauen gab es keine Veränderung, bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen gab es einen leichten Anstieg. Im Februar waren 3399 Männer und 2458 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 10,9 Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 16,9 Prozent etwas höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 614, das waren 19 mehr als im Vormonat. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent erhöht. 1886 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um über ein Achtel erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 2114, 15 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um fast 40 Prozent. Auffällig ist, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung wesentlich stärker gestiegen ist als in der Grundsicherung.

Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist zu erkennen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung stärker ausfällt als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 126 auf 2202 gesunken. Das ist ein Plus von 17,6 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 10,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter Neunkirchen waren im Februar 3655 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 79 mehr als im Januar. Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar deutlich angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Landkreis Neunkirchen insgesamt 164 neue Stellen gemeldet, über ein Drittel mehr als im Vormonat. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Öffentlichen Dienst gemeldet. Auch im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und im Bereich Erziehung und Unterricht wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 753 Angebote.

Auch im zweiten Lockdown erweist sich die Kurzarbeit als wirksames Mittel, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und negative Effekte abzumildern. Viele Unternehmen können ihre Beschäftigten halten und Entlassungen vermeiden. Im Landkreis Neunkirchen haben im Februar 53 Betriebe für 477 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1691 Unternehmen Kurzarbeit für 16 464 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angezeigt.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 357 Unternehmen und 3011 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 405 Betriebe und 3576 Personen. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im September 289 Unternehmen für 2732 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Mit der Berufsberatung unterstützt die Agentur für Arbeit Saarland Jugendliche von der Orientierung in der vielfältigen Berufs- und Studienwelt bis hin zum weiterführenden Schulbesuch, zur Aufnahme eines (dualen) Studiums oder zum Beginn einer Ausbildung. Der wichtige Beratungsort Schule ist pandemiebedingt seit dem ersten Lockdown im März des vergangenen Jahres dabei nicht durchgängig verfügbar. Im Landkreis Neunkirchen wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 350 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 34,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 482 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Ausbildungsstellen wurden bislang für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik, Fachkraft Lagerlogistik, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Fleischerei, Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik, Handelsfachwirt/in, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau Büromanagement und Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r gemeldet.

Für Beratungswünsche vergibt die Berufsberatung auch kurzfristig Termine. Ein Terminwunsch kann auch per E-Mail unter saarland.berufsberatung@arbeitsagentur.de oder über die gebührenfreie Servicerufnummer (0800) 4 5555 00 vereinbart werden. Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten oder ihre gemeldeten Ausbildungsstellen bislang noch nicht besetzen konnten, können sich unter der gebührenfreien Servicerufnummer (0800) 4 5555 20 an den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters wenden.