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Abschied nach 60 Jahren fällt schwer

Abschied nach 60 Jahren fällt schwer

. Nach den Schließungen der Kirche Kohlhof und der Friedenskirche wird am Sonntag, 12. Juni, um 10 Uhr eine dritte Gottesdienststätte der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen , die Pauluskirche in der Schlossstraße, außer Dienst genommen. Pfarrerin Britt Goedeking und Pfarrer Uwe Schmidt werden den feierlichen Gottesdienst zur Entwidmung unter Mitwirkung des Kirchenchores gestalten. Geweiht am 6. November 1955, diente die Pauluskirche über 60 Jahre lang den evangelischen Christen in Neunkirchen als Gotteshaus. Eine Preziose dieses modernen Kirchenbaues stellen die in den Jahren 1955 - 1966 von dem Glaskünstler und Architekten György Lehocky geschaffenen Glasfenster dar, die in expressiver Farbigkeit Szenen aus dem Leben Jesu darstellen. Wie es nach der Entwidmung mit dem Kirchengebäude weitergeht, ist zwar noch unklar, die äußerst wertvollen Glasfenster allerdings werden in jedem Fall für spätere Generationen erhalten bleiben. Sie sollen eventuell in den Neubau des Karl-Ferdinand-Hauses integriert werden. Möglicherweise werden die Fenster auch in einem Gemeinde eigenen Haus eine neue Heimat finden.

Wie es bereits bei den beiden kürzlich erfolgten Kirchenschließungen spürbar war, fällt der Gemeinde jetzt auch der Abschied von der Pauluskirche sehr schwer. Angesichts schwindender Gemeindegliederzahlen und steigenden Kostendrucks musste diese Entscheidung aber so gefällt werden, um die Gemeinde zukunftsfähig gestalten zu können. Die Evangelische Kirchengemeinde verfügt nun über drei Gottesdienststätten: die Christuskirche in der Innenstadt, die Paul-Gerhardt-Kirche in Wellesweiler und das Martin-Luther-Haus in Furpach. In jeder Kirche wird sonntags um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert.